Roadtrip im Südwesten der USA: Vom Grand Canyon zum Antelope Canyon 2/6

Roadtrip im Südwesten der USA: Vom Grand Canyon zum Antelope Canyon 2/6

Hier der zweite Teil von unserem Roadtrip im Südwesten der USA. Solltet ihr den ersten Teil noch nicht gelesen haben, geht es hier lang: Roadtrip im Südwesten der USA: Von Los Angeles zum Grand Canyon 1/6.

Ich werde euch hier von zwei absoluten Highlights unseres Roadtrips berichten, dem Grand Canyon und dem Antelope Canyon. Dazu alles wichtige, was ihr wissen müsst und mein Fazit, welcher Canyon mich mehr beeindruckt hat.

Grand Canyon – Ein kurzer Überblick

Der Grand Canyon Nationalpark umfasst den 446 Kilometer langen Colorado River und das angrenzende Umland. Die Schlucht, die der Colorado River hier geschaffen hat, ist bis zu 1,6 Kilometer tief. Ich kann ja meistens mit so Größenordnungen nichts anfangen, aber ich kann euch sagen, das sind echt krasse Dimensionen.

Der Nationalpark besteht aus verschiedenen Arealen, die man besuchen kann. Da gibt es zum einen den Grand Canyon West Rim, wo sich der Skywalk befindet, den North Rim und den South Rim. Wir hatten uns für den South Rim entschieden, da es da wohl die spektakulärsten Ausblicke auf die Schlucht geben sollte.

Der Preis für den Nationalpark liegt bei einem PKW inklusive Insassen bei 30 USD. Solltet ihr mehrere Nationalparks besuchen wollen, lohnt sich für euch vielleicht ein Annual Pass, der 80 USD kostet. Einfach mal durchrechnen. Da wir bei unserem Roadtrip lediglich zwei Nationalparks geplant hatten, verzichteten wir auf den Pass. Hinterher lief natürlich alles etwas anders, aber dazu später mehr.

Mein Tipp: Vom Nationalpark Service gibt es hier einen sehr ausführlichen Reiseplaner zum Grand Canyon mit allen Infos auf deutsch.

Umgebung des South Rims: Das Grand Canyon Village

Am South Rim liegt das Grand Canyon Village. Wie der Name schon sagt, ist das Grand Canyon Village ein kleines Dorf. Mich hat es irgendwie so ein bisschen an die guten alten holländischen Center Parks erinnert. Es gibt hier alles, was das Herz begehrt: ein Visitor Center, einen Supermarkt, Unterkünfte, Restaurants, Souvenir Shops und vieles mehr.

Fährt man mit dem Auto über die südliche Zufahrt in das Village kommt man direkt am Visitor Center aus. Im Park selbst kann man in den meisten Bereichen mit dem Auto fahren, allerdings gibt es auch Straßen, die nur mit den kostenlosen Shuttle-Bussen befahren werden können.

Der Grand Canyon: Traumhafte Aussichten

Wir suchten uns im Village direkt einen Parkplatz für unseren Tahoe, um dann alles mit den Shuttle-Bussen zu erkunden. Es gibt vier verschiedene Routen, die teilweise aber nur von März bis November (Hermits Rest Route) bzw. von Mai bis Oktober (Tusayan Route) befahren werden. Am Eingang zum Nationalpark bekommt ihr einen Plan, wo ihr euch genau die verschiedenen Routen anschauen könnt. Die Shuttle-Busse fahren ca. alle 10-15 Minuten und man kann nach Belieben wieder ein- und aussteigen. Insgesamt gibt es über 40 Haltestellen.

Wir sind hauptsächlich die Hermits Rest Route gefahren und immer wieder an den verschiedenen Aussichtspunkten ausgestiegen. Die Aussichten, die wir hatten, waren wirklich atemberaubend. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, deshalb hier meine Impressionen in Bildern:

Auf der Suche nach einem Nachtlager

Die Sonne war inzwischen am Grand Canyon untergegangen und wir machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Lower Antelope Canyon. Nach ca. 2,5 Stunden Fahrt erreichten wir die Stadt Page, wo sich in der Nähe der Lower Antelope Canyon befindet. Wir fuhren durch die Stadt auf der Suche nach einem Nachtlager und fanden den Campingplatz Page Lake Powell. Die Rezeption hatte natürlich inzwischen längst geschlossen, also suchten wir uns einfach einen Stellplatz aus.

Endlich konnten wir unsere Luxus-Luftmatratze austesten, die immerhin 1,40 m breit und 20 cm hoch war. Wir waren beide ziemlich platt, da wir ja die Nacht zuvor gar nicht geschlafen hatten und schliefen in Sekundenschnelle ein.

Nach einer erneut viel zu kurzen Nacht bezahlten wir am nächsten Morgen dann noch an der Rezeption und endlich ging es zum Lower Antelope Canyon.

Der Antelope Canyon – Naturschauspiel der Extraklasse

Es ist jetzt schon 15 Jahre her, dass ich vor dem Fernseher saß und den Videoclip zu Britney Spears neuestem Song „I’m Not a Girl, Not Yet a Woman sah. Ich war schwer beeindruckt. Allerdings nicht von dem Song, sondern von den atemberaubenden Aufnahmen in dem Videoclip. Da stand Britney im Antelope Canyon und trällerte ergriffen ihr Lied.

Ich hätte zu diesem Zeitpunkt niemals gedacht, dass ich da auch einmal stehen würde. Aber jetzt sollte es soweit sein.

Der Antelope Canyon besteht aus dem Lower Antelope und dem Upper Antelope Canyon, beide Canyons kann man sich lediglich mit einer geführten Tour anschauen. Wir entschieden uns aufgrund der Empfehlung einer Freundin für den Lower Antelope Canyon.

Der Lower Antelope Canyon – Ein kurzer Überblick

Der Antelope Canyon befindet sich im Besitz der Navajo Indianer, aus diesem Grund muss man zunächst eine Navajo Nation Gebühr zahlen, um überhaupt auf das Gelände zu kommen, von wo aus die Touren starten.

Die englischsprachigen Touren starten alle 20-30 Minuten. Wir hatten zuvor nichts gebucht, sondern alles direkt vor Ort erledigt. Wir hatten Glück und mussten nur ein paar Minuten warten, dann ging es nach einer kurzen Einführung in die Verhaltensregeln auch schon in einer kleinen Gruppe los in den Lower Antelope Canyon.

Der Lower Antelope Canyon – Die Tour

Nach nur wenigen Metern erreichten wir bereits den Eingang zum Canyon. Über eine Stahltreppe ging es hinunter und wir standen mitten in einem Naturwunder. Die Formen und Farben waren so beeindruckend, dass mein fotografisches Herz unmittelbar entfacht wurde und ich versuchte, diese Schönheit einzufangen.

Wir liefen und kletterten ungefähr 2 Stunden durch den Canyon, das sagte zumindest meine Uhr, als wir wieder auf dem Parkplatz ankamen. Gefühlt dauerte die Tour allerdings nur 10 Minuten, also viel zu kurz.

Unser Guide war übrigens wirklich super. Er hat uns sehr viel über den Canyon erzählt (davon habe ich natürlich mindestens die Hälte wieder vergessen) und uns Tipps zum fotografieren gegeben.

Eine Geschichte von der Tour ist mir aber noch in Erinnerung geblieben: Im Jahr 1997 kamen Touristen im Lower Antelope Canyon ums Leben. Es hatte stark angefangen zu regnen und dadurch wurde der Canyon zu einer Todesfalle. Eine Flutwelle hat in Sekundenschnelle alles mitgerissen, was sich im Canyon befand. Elf Menschen starben. Diese Geschichte hat mir einfach mal wieder vor Augen geführt, dass die Natur nicht nur so etwas wunderschönes erschaffen kann, sondern auch mit gewaltiger Kraft viel zerstören kann.

Aber konzentrieren wir uns jetzt lieber auf die schönen Dinge, hier meine Fotos vom Lower Antelope Canyon:

Mein Fazit – Grand Canyon und Antelope Canyon

Der Grand Canyon hat mich wirklich sehr beeindruckt. Insbesondere diese riesigen Ausmaße und die Weite von diesem gigantischen Nationalpark sind atemberaubend. Durch dieses sehr auf Touristen ausgelegte Grand Canyon Village hatte ich aber irgendwie das Gefühl, nicht so richtig da zu sein. Es war eher, als würde ich mir ein schönes Bild ansehen, anstatt selbst Teil des Bildes zu sein.

Bei meinem nächsten Besuch im Grand Canyon Nationalpark möchte ich auf jeden Fall genug Zeit einplanen, im Nationalpark zu wandern und diesen irgendwie mehr zu erleben.

Der Antelope Canyon war einfach der absolute Hammer. Ich würde diese Tour jederzeit wieder machen und kann sie nur wärmstens empfehlen.

Du möchtest wissen, wie es weiter geht? Hab bitte noch ein wenig Geduld, bald geht es hier weiter zum dritten Teil von unserem Roadtrip im Südwesten der USA.

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Roadtrip im Südwesten der USA: Von Los Angeles zum Grand Canyon 1/6

Roadtrip im Südwesten der USA: Von Los Angeles zum Grand Canyon 1/6

Vier Bundestaaten, über 5000 Kilometer, ein Chevrolet Tahoe und jede Menge Abenteuer: Das war unser Roadtrip im Südwesten der USA.

Dieser Roadtrip war einfach nur der absolute Hammer. Wir haben so viel gesehen und erlebt. Kilometerlange Highways, auf denen man stundenlang keine Menschenseele sieht, zahlreiche Nächte auf unserer Luftmatratze im Kofferraum von unserem geliebten Tahoe, haben unsere Pizza vor Waschbären verteidigt, sind fast in der Wildnis verloren gegangen, haben uns durch die Casinos in Vegas gegambelt, haben einen alten Freund wiedergetroffen, haben bei 40 Grad im Death Valley geschwitzt, am gleichen Tag bei -2 Grad am Mono Lake gefroren, haben Corn Dogs am Santa Monica Pier gegessen, sind den Highway 1 entlanggefahren und haben fast unseren Rückflug verpasst. Und das alles in 16 Tagen.

Unsere Route und unsere Erlebnisse fasse ich hier für euch zusammen. Dazu gibt es noch zahlreiche Tipps, damit auch euer Roadtrip zu einem vollen Erfolg wird.

Unsere Route – ein Highlight nach dem anderen

Los Angeles, Las Vegas und San Francisco, das waren die großen Städte, die die Ecken unseres Roadtrip Dreieckes im Südwesten der USA bildeten. Nach langem Überlegen entschieden wir uns, in Los Angeles unseren Roadtrip zu beginnen und dort auch zu beenden. Die Flüge waren hier am günstigsten und den Mietwagen in einer anderen Stadt zurückzubringen ist meistens um einiges teurer. Hier unsere komplette Route grob im Überblick:

Los Angeles wir kommen – wer braucht schon nonstop?

Mein erster Langstrecken Flug stand vor der Tür. Das erste Mal über den großen Teich, das erste Mal auf einen anderen Kontinent. Ich war ganz schön aufgeregt und froh, meinen Freund an meiner Seite zu haben.

Unser Flug ging früh morgens in Düsseldorf los, von dort aus flogen wir nach Hamburg, wo wir knappe 2 Stunden Aufenthalt hatten. Von Hamburg flogen wir dann weiter nach London und erreichten hier unseren letzten Zwischenstopp, bis es endlich in die USA ging.

Dann hatten wir es endlich geschafft, nach 18 Stunden erreichten wir unser Ziel: Los Angeles.

Auch, wenn es jetzt vielleicht für den ein oder anderen etwas stressig klingen mag, aber mich haben die Zwischenstopps nicht gestört. Wir hatten immer genug Zeit zwischen den Flügen und unser Gepäck wurde automatisch in den Anschlussflieger verfrachtet. Hauptsache, man kommt an.

Liebe auf den ersten Blick – Unser Chevrolet Tahoe

Ich gehöre nun wirklich nicht zu den Menschen, die in irgendeiner Art und Weise von Autos begeistert sind, aber an diesem Abend wurde ich eines Besseren belehrt.

Wir hatten unseren Mietwagen über billiger-mietwagen.de gebucht und uns nach langem Hin und Her für einen Van entschieden, in dem wir genug Platz hatten, auf einer Luftmatratze zu schlafen. Mein Freund hatte allerdings schon die ganze Zeit mit einem Fullsize SUV geliebäugelt und so zahlten wir bei der Mietwagenabholung noch etwas drauf und gingen dann auf den Parkplatz, um unseren treuen Wegbegleiter für die nächsten 16 Tage kennenzulernen.

Und da stand er: sein schwarzer Lack glänzte im Schein des Mondes, er wirkte unfassbar mächtig und kräftig, wie er da auf dem Parkplatz stand. Seine bullige Front löste Ehrfurcht in mir aus und ich wagte es gar nicht darüber nachzudenken, wie es sein würde, diesen Koloss über die Highways der USA zu steuern. Ein Fullsize SUV, der seinem Namen alle Ehre macht. So riesig, dass ich gefühlt meinen Hyundai i10 im Kofferraum parken könnte. Diese Ausmaße waren einfach unvorstellbar. Riesig. Gigantisch.

Ich wusste unser Tahoe würde gut auf uns aufpassen und uns ein sicheres Nachtlager sein. Und auch wir würden gut zu ihm sein, damit wir gemeinsam einen unvergesslichen Roadtrip erleben. Wir setzten uns in den Wagen, nachdem wir gefühlte 10 Minuten gebraucht hatten, ihn einmal zu umrunden und grinsten uns an. Das würde ein Spaß werden.

Unser erster Halt: Hollywood

Für die erste Nacht haben wir uns ein Zimmer im Dunes Inn – Sunset in Hollywood gemietet. Es war nichts Besonderes, aber ein gutes und zweckmäßiges Hotel für eine Nacht. Wir kamen an und checkten erst einmal in unser Zimmer ein. Im Zimmer angekommen überkam uns die Müdigkeit. Wir hatten beide auf dem Hinflug nicht schlafen können und zu deutscher Zeit war es bereits wieder früh morgens.

Also entschieden wir uns, erst mal mit unserem Tahoe eine Runde durch Hollywood zu fahren und die Gegend zu erkunden. Schlafen konnte man später immer noch.

Wir fuhren den Sunset Blvd und den Hollywood Blvd entlang, vorbei am Walk of Fame, am Dolby Theater und an weiteren Sehenswürdigkeiten.

Teilweise fühlten wir uns einfach wie auf einer Partymeile, die Sehenswürdigkeiten waren teilweise schon ganz cool, aber so richtig hat uns Hollywood nicht beeindruckt. Für einen wirklichen Eindruck hat meiner Meinung nach aber die Zeit auch einfach nicht gereicht, deswegen möchte ich hier jetzt nichts schlecht reden.

Los Angeles: Durch die Hollywoods Hills

Am nächsten Tag ging es als erstes zum Walmart, wir mussten uns für unsere nächsten Nächte eine Luftmatratze und natürlich etwas Roadtrip Proviant besorgen. Was sonst noch wichtig für einen Roadtrip ist, kannst du hier lesen: 11 Tipps für einen gelungenen Roadtrip.

Dann fuhren wir den Mulholland Drive entlang, durch die Hollywood Hills. Mein Fazit dazu: kann man, muss man aber nicht.

Los Angeles: Corn Dogs essen am Santa Monica Pier

Von den Hollywood Hills ging es zum Santa Monica Pier, wo wir unseren Tahoe am Lot 1 South Short Term Parking parkten. Parkplätze gibt es hier auf beiden Seiten des Piers ausreichend.

Wir deckten uns mit Corn Dogs ein und gingen auf den Pier, wo sich übrigens das offizielle Ende der Route 66 befindet.

Die Atmosphäre war einfach der Hammer. So hatte ich mir das vorgestellt, kalifornische Sonne, der Pazifik, dazu jede Menge Menschen auf dem Pier und überall gab es etwas zu entdecken.

Wir schlenderten durch den Pacific Park, der den typischen Santa Monica Bildern immer sein Riesenrad und seine Achterbahn zur Verfügung stellt und genossen unseren ersten richtigen Urlaubstag.

Am Rande des Piers sah ich einige Angler stehen, die seelenruhig ihre Angelrute ins Meer hielten. Ein wirklich schöner Kontrast zu dem ganzen Trubel.

Von Los Angeles nach Las Vegas

Das sollte es auch schon wieder von Los Angeles gewesen sein, wir hatten schließlich viele Ziele auf unserem Roadtrip im Südwesten der USA. Also fuhren wir über den Highway 15 knappe fünf Stunden nach Las Vegas.

Ich schlief immer wieder auf der Fahrt ein, glücklicherweise saß ich nicht am Steuer. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich ehrlich gesagt noch nicht getraut, den Tahoe zu bezwingen.

Irgendwann weckte mich mein Freund, so dass ich den Moment, in dem Vegas am Horizont aufleuchtete, genießen konnte. Es war wirklich beeindruckend. Ein wahres Lichtermeer erschien in der Ferne und die Vorfreude stieg an. Da war es, Las Vegas! So richtig realisieren konnte ich es noch nicht. Riesige Leuchtreklamen schmückten den Highway aus und hießen uns in Las Vegas willkommen.

Hier noch einige Tipps zu Las Vegas: Las Vegas für Anfänger: 6 Dinge, die du wissen solltest

Welcome to Fabulous Las Vegas

Wir fuhren mehrere Mal den Strip entlang und konnten einfach nicht alles aufsaugen, was es dort zu entdecken gab. Las Vegas stand nie ganz oben auf meiner Bucket List, aber hätte ich gewusst, wie geil es ist, hätte es definitiv einen Platz weiter oben bekommen.

Ja klar, es ist irgendwie eine künstliche Glitzerstadt, aber trotz allem hat sie eine Menge Charme und ich war höchst beeindruckt.

Wir parkten unseren geliebten Tahoe beim Excalibur, um dort das erste Mal eines der legendären Las Vegas Casinos zu betreten.

Wir setzten uns an Automaten, die wir nicht wirklich verstanden und bestellten Bier bei der Kellnerin. Wenn du in den Casinos spielst kannst du nämlich gratis Getränke bestellen, jedoch ist es angebracht, der Kellnerin dafür ein kleines Trinkgeld zu geben.

Die Automaten selbst kann man mit Bargeld benutzen. Der Restbetrag/Gewinn wird einem dann in Form eines Cashout Voucher ausgezahlt, den man dann an einem Automaten oder Schalter wieder gegen Bargeld eintauschen oder wahlweise bei einem anderen Automaten benutzen kann.

Sonnenaufgang in Vegas – eigentlich wollten wir ja schlafen gehen

Inzwischen hatten wir bereits so viel Zeit in Vegas verbracht, dass die Sonne wieder aufging. Eigentlich wollten wir ja schlafen gehen und das erste Mal unsere luxuriöse Luftmatratze austesten, aber dafür war alles viel zu aufregend.

Somit entschieden wir uns, die Nacht komplett durchzumachen und uns direkt auf den Weg zu unserem nächsten Ziel zu machen, dem Grand Canyon.

Meine Highlights – Von Los Angeles zum Grand Canyon

Santa Monica Pier: Das typische Kalifornien-Feeling, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wirklich schön, unbedingt einen Zwischenstopp einlegen.

Las Vegas: Definitiv sehenswert und echt beeindruckend. Wenn ihr die Chance habt, schaut es euch unbedingt an.

Du möchtest wissen, wie es weiter geht? Dann bitte einmal hier entlang: Roadtrip im Südwesten der USA: Vom Grand Canyon zum Antelope Canyon 2/6

 

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Ibiza ohne Hotel: Ein Roadtrip der besonderen Art

Ibiza ohne Hotel: Ein Roadtrip der besonderen Art

Eigentlich hatten meine Freundin Jessy und ich gar keinen Roadtrip auf Ibiza geplant, aber wie das Leben nun einmal so spielt, ist es dann doch einer geworden. Dieses Mal haben wir den Begriff Roadtrip wörtlich genommen und das Hotel gegen ein Auto eingetauscht. Klingt jetzt erstmal komisch, hat aber funktioniert.

Aber erst mal auf Anfang: Wir hatten ein verlängertes Wochenende geplant, das Ziel sollte eher im Süden liegen und wir wollten möglichst wenig ausgeben. Ich durchforstete mal wieder die Flugsuchmaschinen und siehe da, Ibiza sollte es sein. Die Flüge waren günstig und wir beide waren noch nie dort gewesen. Ein paar Daten eintragen hier und ein bisschen klicken da und die Flüge waren gebucht. Ibiza wir kommen!

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich immer einfach die Flüge gebucht, ohne mir vorher Gedanken über eine Unterkunft zu machen, denn eine günstige Unterkunft zu finden, wenn man keine hohen Ansprüche hat, sollte nicht das Problem sein. Aber genau das war dieses Mal leider das Problem.

Auto statt Hotel: Wir machten aus der Not eine Tugend

Wir hatten Hauptsaison und selbst ein Zimmer im Hostel war ziemlich teuer oder es war alles schon ausgebucht. Wir prüften sämtliche Möglichkeiten, schauten bei Airbnb oder auf Campingplätzen. Wenn es etwas gab, war das so weit ab vom Schuss, dass wir uns einen Mietwagen hätten besorgen müssen, um flexibel genug sein zu können. Wir wollten ja auch schließlich etwas von der Insel sehen.

Da kam mir der Gedanke, wieso nicht einfach etwas mehr für einen Mietwagen ausgeben? Wieso nicht einen Mietwagen nehmen, der groß genug ist, dass man darin bequem schlafen kann? Ja, wieso eigentlich nicht?! Die Idee für unseren Roadtrip auf Ibiza inklusive Übernachten im Auto war geboren.

Die Wahl des Mietwagens

Wir prüften sämtliche Angebote und entschieden uns schlussendlich einen Kombi zu mieten. Laut unseren Recherchen sollte darin genug Platz sein, um auf der Liegefläche von Kofferraum und umgeklappter Rücksitzbank bequem zu schlafen.

Eine Luftmatratze wollten wir nicht mitnehmen, da wir sowieso nur mit Handgepäck geflogen sind und wir einfach keinen Platz gehabt hätten. Wir brauchten ja schließlich noch unsere Schlafsäcke und unsere Strandtücher, damit waren unsere Rucksäcke schon nahezu ausgefüllt.

Unser Mietwagen und Hotelersatz: Platz ist im kleinsten Auto

Nachdem wir voller Vorfreude, bestückt mit unseren schönsten Sonnenhüten auf Ibiza gelandet sind, ging es weiter zur Mietwagenabholung. Dort wartete dann die nächste Überraschung auf uns: Es gab leider keinen Kombi. Als Alternative haben wir dann einen Nissan Qashqai angepriesen bekommen, „der ja eigentlich eine höhere Kategorie ist“. Das hat uns in diesem Fall ja leider auch nicht weitergeholfen hat, da ein Kombi einfach die bessere Liegefläche bietet.

Aber was sollten wir machen? Wir wollten unseren Urlaub doch endlich beginnen und uns nicht mit der Mietwagenabholung stundenlang aufhalten. Wir bekamen also den Nissan Qashqai als Mietwagen und unser Roadtrip auf Ibiza konnte beginnen.

Sonne, Strand und Entspannung: Mädelswochenende auf Ibiza

Für uns war dieser Urlaub hauptsächlich zur Erholung gedacht, wir wollten ein bisschen am Strand herumliegen, möglichst viel von der Insel sehen und einfach ein richtig schönes Mädelswochenende verbringen.

Wir fuhren also meistens entspannt (manchmal war ich bei den engen Straßen auch etwas unentspannt) über die Insel und schauten uns die verschiedensten Strände an. An manchen dieser Strände waren wir nur kurz, an einigen lagen wir ein paar Stunden faul herum.

Die 3 schönsten Strände auf Ibiza

Nachdem wir auf unserem Roadtrip auf Ibiza einige Strände gesehen haben, möchte ich euch jetzt hier meine 3 Lieblingsstrände kurz vorstellen.

Cala Comte: Karibikfeeling pur

Das türkisblaue und kristallklare Wasser machen diesen Strand für mich zu einem absoluten Traumstrand. Es gibt zwei breite Sandstreifen, das Cafe Sunset Ashram und einen riesigen Parkplatz. Diesen haben wir auch direkt für uns genutzt und mit Blick auf’s Meer in unserem Auto geschlafen.

Einige andere Camper haben das genauso gemacht und so haben wir uns hier auch sehr sicher gefühlt. Außerdem gibt es am Strand natürlich auch eine Toilette, ein großer Vorteil für die Übernachtung im Auto. Aber das Beste ist es einfach, morgens aufzuwachen und das Meer direkt vor der Nase zu haben. Traumhaft!

Cala d’Hort: Atemberaubende Aussicht

Das Besondere an diesem Strand ist der fantastische Blick auf die kleine Insel Es Vedrà, die sich nur einige hundert Meter von der Küste entfernt befindet. Das Parken kann hier allerdings schon etwas schwierig werden. Wir waren relativ spät am Strand und hatten somit Glück, noch einen Parkplatz zu ergattern.

Las Benirràs: Sonnenuntergang mit Trommelmusik

Der Strand liegt im Norden der Insel und war mein absoluter Favorit bei unserem Roadtrip auf Ibiza. Die ganze Atmosphäre ist irgendwie etwas besonderes. Als wir da waren, gab es dort auch einen kleinen Hippie-Markt. Dieser findet dort wohl jeden Sonntag statt, in der Hauptsaison allerdings auch dienstags und freitags. Wir waren allerdings hauptsächlich hier, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen.

Dieser wurde von einer Gruppe Trommlern und tanzenden Hippies begleitet und hatte dadurch wirklich etwas Magisches. Als die Sonne untergegangen war, gab es einen riesigen Applaus, so was habe ich noch nicht erlebt. Ich fand es ein bisschen seltsam und fragte mich, ob die Menschen das dann jeden Abend so machen?

Danach haben wir dann noch im Restaurant Roca Y Mar etwas gegessen. Das Restaurant liegt direkt am Strand Las Benirràs und war somit für uns der einfachste Weg unseren Hunger zu stillen.

Übernachten im Auto: Meine besten Tipps

    •  Die Wahl des Mietwagens: Das Übernachten im Auto hat eigentlich ganz gut geklappt. Es war schon etwas beengt, aber ich war abends immer so platt, dass ich problemlos einschlafen konnte. Meine Freundin allerdings ist etwas größer als ich und hatte Schwierigkeiten, die optimale Schlafposition zu finden
    • Die Wahl der Parkplätze: Die erste Nacht haben wir in Ibiza-Stadt nahe der Carrer des Surets auf einem Parkplatz verbracht. Das ging problemlos. In der zweiten Nacht hatten wir unser Auto wie bereits oben erwähnt am Cala Comte geparkt. Das war der beste Übernachtungsplatz, direkt am Strand und mit vielen anderen Campern. Die dritte und letzte Nacht haben wir unser Auto nahe dem Restaurante La Escollera auf einem Parkplatz geparkt. Hier waren wir auch ziemlich nah am Strand und konnten somit abends noch in Ruhe am Strand ein Gläschen Wein trinken, da ja niemand mehr fahren musste.
    • Praktische Tipps für die Übernachtung: Ich hatte mir einen Schlafsack eingepackt, was bei den hohen Temperaturen definitv unnötig war. Daraufhin habe ich mich mit einfach mit einem großen Mikrofaser Handtuch zugedeckt. Ich brauchte schließlich etwas zum Zudecken, damit es auch kuschelig genug ist.
    • Was du sonst noch wissen solltest: Wenn du im Auto übernachtest, hast du natürlich das Problem kein Badezimmer zu haben. Von daher sucht euch am besten Parkplätze, wo in der Nähe eine Toilette ist, ansonsten ist Wohl oder Übel Wildpinkeln angesagt. Das Duschen ist im Sommer natürlich um einiges einfacher. Hier bietet nahezu jeder Strand eine Möglichkeit.

Fazit zu meinem Roadtrip auf Ibiza:

Ibiza hat wirklich einiges zu bieten, aber so richtig hat mich die Insel irgendwie nicht überzeugen können. Ich kann noch nicht einmal genau sagen, woran es gelegen hat, da wir wirklich viel Schönes gesehen haben, aber die Insel war natürlich zur Hauptsaison auch ziemlich überfüllt.

Das Übernachten im Auto fand ich wirklich unfassbar praktisch, da wir dadurch sehr flexibel waren und spontan entscheiden konnten. Denn genau das macht so einen gelungenen Roadtrip für mich aus. Du brauchst noch Tipps für deinen nächsten Roadtrip? Dann lies doch meinen Beitrag 11 Tipps für einen gelungenen Roadtrip.

Was sind eure Erfahrungen mit einem Urlaub auf Ibiza? Sollte ich der Insel noch eine Chance geben?

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11 Tipps für einen gelungenen Roadtrip

11 Tipps für einen gelungenen Roadtrip

Inzwischen habe ich einige Erfahrungen mit Roadtrips sammeln können. Diese habe ich hier einmal für euch in 11 Tipps zusammengefasst. Da kann bei eurem nächsten Roadtrip eigentlich nichts mehr schief gehen.

1. Google Offline Karten

Bereitet euch auf eure Route eures Roadtrips grob vor. Bei Google Maps gibt es die Möglichkeit, bestimmte Bereiche auf der Karte offline auf dem Smartphone  zu speichern. Solltet ihr in eurem Reiseland also kein Internet nutzen können, ladet euch zuvor die Karten herunter und nutzt diese offline. Ich mache das immer so und es klappt ohne Probleme. Mit Fußwegrouten funktioniert das allerdings nicht.

Geht dazu einfach auf eure Google Maps App, klickt auf das Menü und wählt dort Offlinekarten aus. Hier könnt ihr euch die entsprechenden Karten, am Besten im WLAN herunterladen. Die detaillierte Anleitung findet ihr hier.

Roadtrip in Schottland

2. Ladekabel einpacken

Vergesst ja nicht eurer Smartphone-Ladekabel und den entsprechenden Adapter für eurer Auto (nicht jedes verfügt über einen USB-Anschluss). Denn wenn eurer Smartphone als Navigationsgerät genutzt wird, zieht das erfahrungsgemäß einiges an Akku und ihr wollt doch auch noch bei euren Zwischenstopps schöne Fotos machen, oder?

3. Zusatzfahrer

Bei den meisten Mietwagen-Buchungen ist nur ein Fahrer erlaubt. Also überlegt euch vorher, ob ihr euch ggf. mit dem Fahren abwechseln wollt. Dann solltet ihr einen Zusatzfahrer buchen. Das kann man sowohl direkt beim Buchen erledigen, als auch bei Mietwagenabholung direkt vor Ort. Achtung: Führerschein nicht vergessen!

Roadtrip in Kalifornien

4. Parkplatz

Der große Nachteil an einem Roadtrip ist natürlich die Parkplatzsuche. Manche Unterkünfte knöpfen einem Kohle ab, wo es nur geht. Also sucht euch Unterkünfte, wo es kostenlose bzw. überhaupt Parkplätze gibt. Möchte man sich eine Großstadt anschauen kann das Parken unter Umständen auch sehr teuer werden. Informiert euch hier vorzeitig, wo man am besten und günstigsten parken kann. Eine Möglichkeit wäre es auch, Park & Ride zu nutzen. Das Auto also etwas außerhalb günstiger zu parken und dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu fahren.

5. Flexibilität wahren

Plant euren Roadtrip nicht exakt durch. Denn für mich macht gerade dieses Freiheits- und Unabhängigkeitsgefühl einen Roadtrip so aufregend. Nichts ist nerviger und unentspannter, als sich hier an einen strikten Plan halten zu müssen. Also lasst euch Platz für spontane Einfälle.

6. Verkehrsregeln beachten

Informiert euch vor eurem Roadtrip über die Verkehrsregeln in dem entsprechenden Land, nicht, dass ihr noch auf der falschen Seite fahrt 😉

7. Mietwagen wählen

Wählt euren Mietwagen entsprechend euren Bedürfnissen aus. Schlaft ihr im Auto? Dann achtet auf genug Platz, um euch gemütlich breit machen zu können. Ihr wollt ja schließlich erholt in euren nächsten Urlaubstag starten. Ich habe z.B. einmal in einem Nissan Qashqai geschlafen. Die Rückbank umgeklappt und siehe da, wir hatten eine kleine Liegefläche. Ich konnte gut schlafen, meine Freundin aber ist ein bisschen größer als ich und hatte Probleme, sich „bequem“ hinzulegen. Mehr dazu erfährst du in meinem Beitrag Ibiza ohne Hotel: Ein Roadtrip der besonderen Art.

Mein Favorit war bis jetzt ein Chevrolet Tahoe (siehe Foto), der so riesig war, dass problemlos eine 2,00x1,40x0,20 m große Luftmatratze hineingepasst hat. Purer Luxus. Wollt ihr jedoch nicht im Auto schlafen, reicht möglicherweise auch ein kleines Auto. Denkt einfach in Ruhe über eure Ansprüche nach und bedenkt das bei der Mietwagenbuchung.

8. Mietwagen-Versicherung

Ich bin ja immer lieber auf der sicheren Seite und buche Mietwagen, die komplett versichert sind. Einmal hatten wir auch bereits einen Schaden am Wagen und die Abwicklung hinterher hat problemlos funktioniert.  Lasst euch auch bei der Mietwagenbuchung nicht noch eine Extra-Versicherung aufschwatzen. Informiert euch hier vorher. Wenn ihr z.B. bei einem Anbieter wie billiger-mietwagen.de bucht, seid ihr bereits darüber versichert. Zudem ist die Versicherung vor Ort eigentlich immer wesentlich teurer.

9. Mietwagen-Kaution 

Bedenkt, dass euer Konto mit der Kaution für den Mietwagen belastet wird. Das kann teilweise bis über 1000 € sein. Geld über das ihr in eurem Urlaub nicht mehr verfügen könnt. Einmal hatte ich leider die Situation, dass mein Konto aufgrund der hohen Kaution leer war. Glücklicherweise erst am vorletzten Urlaubstag. Also prüft vor eurem Roadtrip eure Mietbedingungen, damit ihr entsprechend planen könnt.

10. Getränke & Snacks

Packt genug Snacks und Getränke für euren Roadtrip ein. Je nach Route kann es schwierig werden sich zwischendurch um das leibliche Wohl zu kümmern. Ich z.B. bekomme echt schlechte Laune, wenn ich nicht regelmäßig gefüttert werde und das will man doch nicht riskieren, oder?

11. Nicht zu viel Gepäck

Und es hat gepasst…:)

Packt nicht zu viel Gepäck ein. Je nach der Anzahl der Mitfahrer müsst ihr das komplette Gepäck in den Kofferraum bekommen. Wollt ihr im Auto schlafen, sollte das Gepäck auf den Vordersitzen verstaut werden können. Auch wenn ihr einen Zwischenstopp macht, ist es immer sicherer, dass Gepäck nicht sichtbar im Wagen liegen zu lassen.

So und jetzt einmal auftanken und ab zum nächsten Roadtrip und denkt daran, der Weg ist das Ziel!

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Roadtrip entlang der Adriaküste: Kroatien – Montenegro – Bosnien

Roadtrip entlang der Adriaküste: Kroatien – Montenegro – Bosnien

Da standen wir nun, mein Freund Jan und ich. Fünf Tage Zeit und offen für alles. Ich, als kleine Schnäppchenjägerin, ließ wie so oft die Flugpreise entscheiden, wohin es als nächstes gehen soll. Ich durchforstete die Flugsuchmaschinen und da war es, das für uns perfekte Angebot. Es sollte für uns nach Kroatien gehen, genauer gesagt in die schöne Hafenstadt Zadar in Norddalmatien. Alles klar, die Flüge waren gebucht und die Planung konnte beginnen. Da wir besonders viel von Kroatien sehen wollten, entschieden wir uns dazu einen Roadtrip zu machen. Der Nationalpark Krka sollte auf jeden Fall auf dieser Route liegen. Hier war ich zuvor schon zweimal gewesen und jedes Mal begeistert. Die weitere Route ließen wir zwecks spontaner Einfälle und Wünsche offen und buchten lediglich den Mietwagen bei billiger-mietwagen.de und die Unterkunft für unsere erste Nacht.

Kroatien – wir kommen

Juhuu! Voller Euphorie wachte ich auf, wie immer, wenn es mal wieder auf Reisen geht. Die restlichen Sachen wurden gepackt und es ging nach einem kleinen Disput mit Jan über die geplante und die tatsächliche Abfahrtszeit auf zum Flughafen. Das war leider vorherzusehen, denn ich bin eigentlich eher der überpünktliche Typ, aber mein Freund ist hier das genaue Gegenteil. Wir ergänzen uns somit nahezu perfekt und sind meistens trotzdem zu spät…Wir flogen vom Flughafen Düsseldorf Weeze aus nach Zadar. Eine Woche zuvor hatte ich bereits für die fünf Tage einen Parkplatz bei Easy Airport Parking gebucht. Das ist übrigens wirklich „easy“. Bei der Buchung wird die Flugnummer, die Ankunftszeit und die Personenanzahl eingetragen und dann steht das Shuttle zum Flughafen auch schon bereit.

Am Flughafen angekommen, dauerte es auch nicht mehr lange bis zum Boarding. Da ich fast immer mit Handgepäck fliege, konnten wir uns die Gepäckaufgabe sparen und brauchten nicht so früh am Flughafen zu sein. Nach dem Sicherheitscheck und dem Boarding saßen wir endlich im Flieger. Das ist für mich immer der Augenblick der puren Vorfreude, jetzt geht es endlich los. Nach der Landung in Zadar holten wir unseren Mietwagen ab und unser Roadtrip-Abenteuer konnte endlich beginnen.

Zahier – Zadar – wie wunderbar

Der erste Stopp unseres Roadtrips war Zadar, genauer gesagt die Altstadt von Zadar. Dort wollten wir ein wenig hindurch schlendern, uns eine riesige Kugel Eis kaufen und die Meeresorgel bewundern. Je nach Wellengeschwindigkeit werden dort verschiedene Töne erzeugt. Nach einer kurzen Parkplatzsuche am Rand der Altstadt, besichtigten wie diese und liefen dann am Wasser entlang zur Meeresorgel. Dort setzten wir uns ein wenig auf die Stufen, unter der sich die Orgel befindet und lauschten der Musik. Die Meeresorgel ist auf jeden Fall schon etwas ganz besonderes, da man hier irgendwie das Gefühl hat, dass Meer würde zu einem sprechen. Wir genossen die Sonne und ich versuchte, mich nicht mit Eis zu bekleckern.

Stufen über der Meeresorgel

Eine weitere Besonderheit in Zadar sind die begehbaren Glasplatten, welche erst nach Sonnenuntergang besonders interessant werden, da sich unter diesen Glasplatten Solarzellen befinden, die schöne futuristische Lichtspiele erzeugen. Mehr dazu später. Die Stadt Zadar ist auf jeden Fall einen Besuch wert, einfach ein bisschen durch die Altstadt laufen und die Sonne genießen.

Von Zadar nach Skradin: An der Küste entlang

Lange konnten wir allerdings nicht in Zadar bleiben, da wir ja den Abend auch noch nutzen wollten, um uns die kleine Stadt Skradin ein bisschen anzuschauen. Also machten wir uns auf den Weg in das knapp 90 km entfernte Städtchen. Wir fuhren an der Küste entlang, um die Aussicht zu genießen und landeten ein wenig später in dem Ort Pakoštane. Eingeplant war dieser Zwischenstopp nicht, aber dieser kleine idyllische Hafen hat uns angesprochen und so erkundeten wir Pakoštane ein wenig. Danach fuhren wir im Landesinneren bis nach Skradin, wo uns an der Unterkunft Ankora Guest House der Hausherr Zlatko auch direkt freundlich in Empfang nahm. Er zeigte uns unser wirklich sehr sauberes und schönes Zimmer und führte uns direkt zu einer großen Übersichtskarte im Garten, wo er uns erklärte, welche Möglichkeiten wir haben, den Krka Nationalpark zu besuchen. Währenddessen erspähten wir aus unseren Augenwinkeln einen riesigen Whirlpool. Mein Freund und ich schauten uns an und es war klar, was wir später noch machen würden. Hier haben wir uns direkt wohl gefühlt.

Eine Nacht in Skradin: Essen und Entspannung

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg durch die schmalen Gassen, denn wir hatten mal wieder Hunger, wie so oft. Wir entschieden uns für das Restaurant Konoba Dalmatino, wo wir wirklich sehr gemütlich und lecker gegessen haben. Nach einem kurzen Spaziergang am Hafen gingen wir zur Unterkunft zurück und setzten uns entspannt in den Whirlpool. Da wir mal wieder relativ spät dran waren hatten wir diesen inklusive verschiedener Beleuchtungsfarben und Massagestufen für uns alleine. Was will man mehr?! Preis-Leistung auf jeden Fall top! Am nächsten Morgen checkten wir aus und durften unser Auto auf dem kostenfreien Parkplatz vor der Unterkunft stehen lassen, während wir den Krka Nationalpark besuchten. Unser Hausherr Zlatko fuhr mit seinem Motorrad davon, wir liefen fünf Minuten zum Hafen und stellten uns in die Schlange für die Fähre zum Nationalpark. Weitere Infos von unserem Tag im Krka Nationalpark findest du hier. Die ausführliche Beschreibung von diesem Tag, würde nämlich den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Von Skradin nach Split: Die Altstadt Splits erkunden

Nach dem schönen und sonnigen Tag im Krka Nationalpark haben wir uns anschließend auf den Weg zur zweitgrößten Stadt Kroatiens nach Split gemacht. Die Unterkunft hatten wir einen Abend zuvor herausgesucht und gebucht. Hierbei war es uns wichtig, eine Unterkunft zu wählen, die einen kostenfreien Parkplatz zur Verfügung stellt, um uns zusätzliche Kosten für’s Parken zu ersparen. Wir entschieden uns daher für das Boban Luxury Suites. Parkplätze stehen hier ausreichend zur Verfügung und wir konnten uns kostenlos Fahrräder ausleihen, mit denen wir dann in die Innenstadt nach Split gefahren sind. Diese sollte angeblich nicht weit von unserem Hotel entfernt sein, aber wir waren hinterher froh uns für’s Radfahren entschieden zu haben, da es doch weiter entfernt war, als behauptet. Wir schlenderten ein wenig durch die Altstadt von Split gehört und schauten uns den Diokletianpalast an. Die Altstadt ist auf jeden Fall sehenswert und sollte man sich einmal anschauen. Leider konnten wir sie uns aufgrund unseres straffen Zeitplans nur im Dunkeln ansehen. Meine Empfehlung: hier mindestens einen ganzen Tag einplanen. Wir flanierten noch ein wenig am Hafen entlang und entschieden uns, im Restaurant FIFE Split zu essen. Absolut empfehlenswert, die Gerichte waren günstig und lecker, das Personal sehr freundlich. Das sollte es auch schon wieder von Split gewesen sein, denn am nächstem Tag zog es uns weiter in Richtung Süden.

Riva in Split

Von Split nach Hvar: Ab auf die Insel

Der nächste Plan war, uns eine der vielen Inseln in der Adria mal genauer anzuschauen und nach vielem Überlegen, entschieden wir uns für die für mich unaussprechliche Insel Hvar [ˈxʋǎːr]. Wir fuhren die Küste entlang und legten einen kurzen Stopp in Omiš ein. Hier mündet der Fluss Cetina in das adriatische Meer. Schade, dass wir nicht viel Zeit hatten, da wir zeitig unsere Fähre erreichen mussten. Ich würde Omiš auf jeden Fall noch einmal besuchen, mir hat der kurze Eindruck sehr gut gefallen. Am Fluss Cetina entlang fuhren wir weiter, um kurz vor Zadvarje wieder an die Küste zu fahren. Wer auf Rafting steht, kann das übrigens auf dem Fluss Cetina machen. Der Abfahrtsort befindet sich auf der von mir beschriebenen Strecke am Fluss entlang.

Küste zwischen Split und Omis

Wir allerdings fuhren weiter bis Drvenik, da von hier aus die Fähre nach Sućuraj auf Hvar ablegt. Den genauen Fährenplan haben wir uns hier angeschaut. Dort gibt es auch Pläne für Fähren zu den anderen Inseln.

Die Insel Hvar

Nach einer 35 minütigen Fahrt kamen wir auf der Insel an und mussten erst einmal WLAN suchen, da wir noch keine Unterkunft für die nächste Nacht gebucht hatten. Dieses haben wir dann in einem Restaurant am Hafen gefunden und uns für die nächste Nacht ein Zimmer im Amfora Hvar Grand Beach Resort gebucht. Die Fahrt dorthin hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert und so haben wir das Hotel leider erst nach Sonnenuntergang erreicht. Das Hotel war gepflegt und die Poolanlage sah wirklich sehr schön aus. Leider hatten wir keine Gelegenheit diese zu nutzen. Am Abend liefen wir vom Hotel aus zum Hafen von Hvar, der wirklich sehr schön und idyllisch klein war. Wir kehrte bei Pizza KOGO ein, da leider kaum etwas anderes noch geöffnet hatte bzw. nicht unserer Preisklasse entsprach. Die Pizza war in Ordnung, aber ich glaube, dass es hier noch etwas besseres gibt. Ein Freund von uns war ein paar Tage zuvor dort gewesen und hatte uns das Restaurant Junior empfohlen. Also einfach mal ausprobieren. Am nächsten Morgen hat uns leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir wollten uns eigentlich den Hafen noch einmal bei Sonne anschauen, aber es hat in Strömen geregnet, als wir aufgewacht sind. Also sind wir auf direktem Weg wieder nach Sućuraj gefahren, um dort die Fähre zum Festland zu nehmen. Es lohnt sich übrigens zeitig bei der Fähre zu sein, da sich dort schnell eine Autoschlange bildet. Die Tickets gibt es direkt vor Ort am Hafen zu kaufen. Ohne Zwischenstopp fuhren wir weiter nach Dubrovnik. Hier muss man bereits zweimal über die Grenze, da knappe 10 km Bosnien dazwischen liegen. Meinen Beitrag über unsere Erlebnisse in Dubrovnik kannst du hier lesen.

Montenegro: ein kurzer Abstecher

Am späten Nachmittag verließen wir Dubrovnik und fuhren weiter nach Montenegro, in die Stadt Herceg Novi, die sich am Eingang der Bucht von Kotor befindet. Dort spazierten wir ein wenig am Wasser entlang und kehrten im Restaurant Do-Do ein, um eine Kleinigkeit zu essen. In Montenegro selbst kann man mit dem Euro zahlen und wir mussten somit kein Geld wechseln. Die Preise sind dort wirklich sehr niedrig und so kauften wir im Supermarkt auch noch ein bisschen Proviant für die Weiterfahrt ein.

Mostar: ein letzter Zwischenstopp

Von Montenegro aus ging es dann weiter nach Bosnien, um uns die Stadt Mostar anzuschauen. Nach der gefühlt zehnten Grenzkontrolle an diesem Tag kamen wir in Bosnien an. Die Sonne war inzwischen untergegangen und wir erreichten gegen 22 Uhr Mostar. Die Stadt war wie leergefegt und hatte somit noch einmal ein ganz besonderes Flair. Meinen ausführlichen Beitrag über Mostar könnt ihr hier lesen.

Das Urlaubs-Abschieds-Bier

Für die letzte Nacht hatten wir keine Unterkunft mehr gebucht, da unser Flieger nach Deutschland relativ früh morgens flog. Wir fuhren also die Nacht durch nach Zadar. Jan ist glücklicherweise gefahren und ich konnte immerhin eine Stunde schlafen. In Zadar angekommen sind wir noch einmal zur Promenade gefahren, um uns dort im Dunkeln die beleuchteten Glasplatten anzuschauen. Außer uns war niemand sonst da und wir hatten somit freie Sicht. Wir öffneten unser in Bosnien gekauftes Urlaubs-Abschieds-Bier, setzten uns auf die Stufen der Meeresorgel und stießen auf einen schönen Urlaub an. Prost! Das sollte dann auch unser letzter Stopp gewesen sein, bis wir wieder ab dem Flughafen Zadar nach Hause flogen.

Fazit

Wir haben in diesem Urlaub wirklich sehr schöne Orte gesehen. Meine persönlichen Highlights waren Skradin mit dem Krka Nationalpark und Dubrovnik. Der Umweg auf die Insel Hvar hat sich nicht wirklich gelohnt, was einerseits an dem schlechten Wetter, aber auch an der zu kurzen Zeit lag. Hier hätte man sich besser Omiš noch näher anschauen können. Alles in allem war es ein wirklich schöner Kurzurlaub, mit vielen Eindrücken und Erlebnissen. Ich kann die Adriaküste auf jeden Fall weiterempfehlen und komme bestimmt noch einmal wieder.

Du hättest gerne ein paar Tipps für einen Roadtrip? Dann lies hier meinen Beitrag 11 Tipps für einen gelungenen Roadtrip.

 Unsere Reiseroute:

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