Roadtrip im Südwesten der USA: Vom Grand Canyon zum Antelope Canyon 2/6

Roadtrip im Südwesten der USA: Vom Grand Canyon zum Antelope Canyon 2/6

Hier der zweite Teil von unserem Roadtrip im Südwesten der USA. Solltet ihr den ersten Teil noch nicht gelesen haben, geht es hier lang: Roadtrip im Südwesten der USA: Von Los Angeles zum Grand Canyon 1/6.

Ich werde euch hier von zwei absoluten Highlights unseres Roadtrips berichten, dem Grand Canyon und dem Antelope Canyon. Dazu alles wichtige, was ihr wissen müsst und mein Fazit, welcher Canyon mich mehr beeindruckt hat.

Grand Canyon – Ein kurzer Überblick

Der Grand Canyon Nationalpark umfasst den 446 Kilometer langen Colorado River und das angrenzende Umland. Die Schlucht, die der Colorado River hier geschaffen hat, ist bis zu 1,6 Kilometer tief. Ich kann ja meistens mit so Größenordnungen nichts anfangen, aber ich kann euch sagen, das sind echt krasse Dimensionen.

Der Nationalpark besteht aus verschiedenen Arealen, die man besuchen kann. Da gibt es zum einen den Grand Canyon West Rim, wo sich der Skywalk befindet, den North Rim und den South Rim. Wir hatten uns für den South Rim entschieden, da es da wohl die spektakulärsten Ausblicke auf die Schlucht geben sollte.

Der Preis für den Nationalpark liegt bei einem PKW inklusive Insassen bei 30 USD. Solltet ihr mehrere Nationalparks besuchen wollen, lohnt sich für euch vielleicht ein Annual Pass, der 80 USD kostet. Einfach mal durchrechnen. Da wir bei unserem Roadtrip lediglich zwei Nationalparks geplant hatten, verzichteten wir auf den Pass. Hinterher lief natürlich alles etwas anders, aber dazu später mehr.

Mein Tipp: Vom Nationalpark Service gibt es hier einen sehr ausführlichen Reiseplaner zum Grand Canyon mit allen Infos auf deutsch.

Umgebung des South Rims: Das Grand Canyon Village

Am South Rim liegt das Grand Canyon Village. Wie der Name schon sagt, ist das Grand Canyon Village ein kleines Dorf. Mich hat es irgendwie so ein bisschen an die guten alten holländischen Center Parks erinnert. Es gibt hier alles, was das Herz begehrt: ein Visitor Center, einen Supermarkt, Unterkünfte, Restaurants, Souvenir Shops und vieles mehr.

Fährt man mit dem Auto über die südliche Zufahrt in das Village kommt man direkt am Visitor Center aus. Im Park selbst kann man in den meisten Bereichen mit dem Auto fahren, allerdings gibt es auch Straßen, die nur mit den kostenlosen Shuttle-Bussen befahren werden können.

Der Grand Canyon: Traumhafte Aussichten

Wir suchten uns im Village direkt einen Parkplatz für unseren Tahoe, um dann alles mit den Shuttle-Bussen zu erkunden. Es gibt vier verschiedene Routen, die teilweise aber nur von März bis November (Hermits Rest Route) bzw. von Mai bis Oktober (Tusayan Route) befahren werden. Am Eingang zum Nationalpark bekommt ihr einen Plan, wo ihr euch genau die verschiedenen Routen anschauen könnt. Die Shuttle-Busse fahren ca. alle 10-15 Minuten und man kann nach Belieben wieder ein- und aussteigen. Insgesamt gibt es über 40 Haltestellen.

Wir sind hauptsächlich die Hermits Rest Route gefahren und immer wieder an den verschiedenen Aussichtspunkten ausgestiegen. Die Aussichten, die wir hatten, waren wirklich atemberaubend. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, deshalb hier meine Impressionen in Bildern:

Auf der Suche nach einem Nachtlager

Die Sonne war inzwischen am Grand Canyon untergegangen und wir machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Lower Antelope Canyon. Nach ca. 2,5 Stunden Fahrt erreichten wir die Stadt Page, wo sich in der Nähe der Lower Antelope Canyon befindet. Wir fuhren durch die Stadt auf der Suche nach einem Nachtlager und fanden den Campingplatz Page Lake Powell. Die Rezeption hatte natürlich inzwischen längst geschlossen, also suchten wir uns einfach einen Stellplatz aus.

Endlich konnten wir unsere Luxus-Luftmatratze austesten, die immerhin 1,40 m breit und 20 cm hoch war. Wir waren beide ziemlich platt, da wir ja die Nacht zuvor gar nicht geschlafen hatten und schliefen in Sekundenschnelle ein.

Nach einer erneut viel zu kurzen Nacht bezahlten wir am nächsten Morgen dann noch an der Rezeption und endlich ging es zum Lower Antelope Canyon.

Der Antelope Canyon – Naturschauspiel der Extraklasse

Es ist jetzt schon 15 Jahre her, dass ich vor dem Fernseher saß und den Videoclip zu Britney Spears neuestem Song „I’m Not a Girl, Not Yet a Woman sah. Ich war schwer beeindruckt. Allerdings nicht von dem Song, sondern von den atemberaubenden Aufnahmen in dem Videoclip. Da stand Britney im Antelope Canyon und trällerte ergriffen ihr Lied.

Ich hätte zu diesem Zeitpunkt niemals gedacht, dass ich da auch einmal stehen würde. Aber jetzt sollte es soweit sein.

Der Antelope Canyon besteht aus dem Lower Antelope und dem Upper Antelope Canyon, beide Canyons kann man sich lediglich mit einer geführten Tour anschauen. Wir entschieden uns aufgrund der Empfehlung einer Freundin für den Lower Antelope Canyon.

Der Lower Antelope Canyon – Ein kurzer Überblick

Der Antelope Canyon befindet sich im Besitz der Navajo Indianer, aus diesem Grund muss man zunächst eine Navajo Nation Gebühr zahlen, um überhaupt auf das Gelände zu kommen, von wo aus die Touren starten.

Die englischsprachigen Touren starten alle 20-30 Minuten. Wir hatten zuvor nichts gebucht, sondern alles direkt vor Ort erledigt. Wir hatten Glück und mussten nur ein paar Minuten warten, dann ging es nach einer kurzen Einführung in die Verhaltensregeln auch schon in einer kleinen Gruppe los in den Lower Antelope Canyon.

Der Lower Antelope Canyon – Die Tour

Nach nur wenigen Metern erreichten wir bereits den Eingang zum Canyon. Über eine Stahltreppe ging es hinunter und wir standen mitten in einem Naturwunder. Die Formen und Farben waren so beeindruckend, dass mein fotografisches Herz unmittelbar entfacht wurde und ich versuchte, diese Schönheit einzufangen.

Wir liefen und kletterten ungefähr 2 Stunden durch den Canyon, das sagte zumindest meine Uhr, als wir wieder auf dem Parkplatz ankamen. Gefühlt dauerte die Tour allerdings nur 10 Minuten, also viel zu kurz.

Unser Guide war übrigens wirklich super. Er hat uns sehr viel über den Canyon erzählt (davon habe ich natürlich mindestens die Hälte wieder vergessen) und uns Tipps zum fotografieren gegeben.

Eine Geschichte von der Tour ist mir aber noch in Erinnerung geblieben: Im Jahr 1997 kamen Touristen im Lower Antelope Canyon ums Leben. Es hatte stark angefangen zu regnen und dadurch wurde der Canyon zu einer Todesfalle. Eine Flutwelle hat in Sekundenschnelle alles mitgerissen, was sich im Canyon befand. Elf Menschen starben. Diese Geschichte hat mir einfach mal wieder vor Augen geführt, dass die Natur nicht nur so etwas wunderschönes erschaffen kann, sondern auch mit gewaltiger Kraft viel zerstören kann.

Aber konzentrieren wir uns jetzt lieber auf die schönen Dinge, hier meine Fotos vom Lower Antelope Canyon:

Mein Fazit – Grand Canyon und Antelope Canyon

Der Grand Canyon hat mich wirklich sehr beeindruckt. Insbesondere diese riesigen Ausmaße und die Weite von diesem gigantischen Nationalpark sind atemberaubend. Durch dieses sehr auf Touristen ausgelegte Grand Canyon Village hatte ich aber irgendwie das Gefühl, nicht so richtig da zu sein. Es war eher, als würde ich mir ein schönes Bild ansehen, anstatt selbst Teil des Bildes zu sein.

Bei meinem nächsten Besuch im Grand Canyon Nationalpark möchte ich auf jeden Fall genug Zeit einplanen, im Nationalpark zu wandern und diesen irgendwie mehr zu erleben.

Der Antelope Canyon war einfach der absolute Hammer. Ich würde diese Tour jederzeit wieder machen und kann sie nur wärmstens empfehlen.

Du möchtest wissen, wie es weiter geht? Hab bitte noch ein wenig Geduld, bald geht es hier weiter zum dritten Teil von unserem Roadtrip im Südwesten der USA.

Roadtrip im Südwesten der USA: Von Los Angeles zum Grand Canyon 1/6

Roadtrip im Südwesten der USA: Von Los Angeles zum Grand Canyon 1/6

Vier Bundestaaten, über 5000 Kilometer, ein Chevrolet Tahoe und jede Menge Abenteuer: Das war unser Roadtrip im Südwesten der USA.

Dieser Roadtrip war einfach nur der absolute Hammer. Wir haben so viel gesehen und erlebt. Kilometerlange Highways, auf denen man stundenlang keine Menschenseele sieht, zahlreiche Nächte auf unserer Luftmatratze im Kofferraum von unserem geliebten Tahoe, haben unsere Pizza vor Waschbären verteidigt, sind fast in der Wildnis verloren gegangen, haben uns durch die Casinos in Vegas gegambelt, haben einen alten Freund wiedergetroffen, haben bei 40 Grad im Death Valley geschwitzt, am gleichen Tag bei -2 Grad am Mono Lake gefroren, haben Corn Dogs am Santa Monica Pier gegessen, sind den Highway 1 entlanggefahren und haben fast unseren Rückflug verpasst. Und das alles in 16 Tagen.

Unsere Route und unsere Erlebnisse fasse ich hier für euch zusammen. Dazu gibt es noch zahlreiche Tipps, damit auch euer Roadtrip zu einem vollen Erfolg wird.

Unsere Route – ein Highlight nach dem anderen

Los Angeles, Las Vegas und San Francisco, das waren die großen Städte, die die Ecken unseres Roadtrip Dreieckes im Südwesten der USA bildeten. Nach langem Überlegen entschieden wir uns, in Los Angeles unseren Roadtrip zu beginnen und dort auch zu beenden. Die Flüge waren hier am günstigsten und den Mietwagen in einer anderen Stadt zurückzubringen ist meistens um einiges teurer. Hier unsere komplette Route grob im Überblick:

Los Angeles wir kommen – wer braucht schon nonstop?

Mein erster Langstrecken Flug stand vor der Tür. Das erste Mal über den großen Teich, das erste Mal auf einen anderen Kontinent. Ich war ganz schön aufgeregt und froh, meinen Freund an meiner Seite zu haben.

Unser Flug ging früh morgens in Düsseldorf los, von dort aus flogen wir nach Hamburg, wo wir knappe 2 Stunden Aufenthalt hatten. Von Hamburg flogen wir dann weiter nach London und erreichten hier unseren letzten Zwischenstopp, bis es endlich in die USA ging.

Dann hatten wir es endlich geschafft, nach 18 Stunden erreichten wir unser Ziel: Los Angeles.

Auch, wenn es jetzt vielleicht für den ein oder anderen etwas stressig klingen mag, aber mich haben die Zwischenstopps nicht gestört. Wir hatten immer genug Zeit zwischen den Flügen und unser Gepäck wurde automatisch in den Anschlussflieger verfrachtet. Hauptsache, man kommt an.

Liebe auf den ersten Blick – Unser Chevrolet Tahoe

Ich gehöre nun wirklich nicht zu den Menschen, die in irgendeiner Art und Weise von Autos begeistert sind, aber an diesem Abend wurde ich eines Besseren belehrt.

Wir hatten unseren Mietwagen über billiger-mietwagen.de gebucht und uns nach langem Hin und Her für einen Van entschieden, in dem wir genug Platz hatten, auf einer Luftmatratze zu schlafen. Mein Freund hatte allerdings schon die ganze Zeit mit einem Fullsize SUV geliebäugelt und so zahlten wir bei der Mietwagenabholung noch etwas drauf und gingen dann auf den Parkplatz, um unseren treuen Wegbegleiter für die nächsten 16 Tage kennenzulernen.

Und da stand er: sein schwarzer Lack glänzte im Schein des Mondes, er wirkte unfassbar mächtig und kräftig, wie er da auf dem Parkplatz stand. Seine bullige Front löste Ehrfurcht in mir aus und ich wagte es gar nicht darüber nachzudenken, wie es sein würde, diesen Koloss über die Highways der USA zu steuern. Ein Fullsize SUV, der seinem Namen alle Ehre macht. So riesig, dass ich gefühlt meinen Hyundai i10 im Kofferraum parken könnte. Diese Ausmaße waren einfach unvorstellbar. Riesig. Gigantisch.

Ich wusste unser Tahoe würde gut auf uns aufpassen und uns ein sicheres Nachtlager sein. Und auch wir würden gut zu ihm sein, damit wir gemeinsam einen unvergesslichen Roadtrip erleben. Wir setzten uns in den Wagen, nachdem wir gefühlte 10 Minuten gebraucht hatten, ihn einmal zu umrunden und grinsten uns an. Das würde ein Spaß werden.

Unser erster Halt: Hollywood

Für die erste Nacht haben wir uns ein Zimmer im Dunes Inn – Sunset in Hollywood gemietet. Es war nichts Besonderes, aber ein gutes und zweckmäßiges Hotel für eine Nacht. Wir kamen an und checkten erst einmal in unser Zimmer ein. Im Zimmer angekommen überkam uns die Müdigkeit. Wir hatten beide auf dem Hinflug nicht schlafen können und zu deutscher Zeit war es bereits wieder früh morgens.

Also entschieden wir uns, erst mal mit unserem Tahoe eine Runde durch Hollywood zu fahren und die Gegend zu erkunden. Schlafen konnte man später immer noch.

Wir fuhren den Sunset Blvd und den Hollywood Blvd entlang, vorbei am Walk of Fame, am Dolby Theater und an weiteren Sehenswürdigkeiten.

Teilweise fühlten wir uns einfach wie auf einer Partymeile, die Sehenswürdigkeiten waren teilweise schon ganz cool, aber so richtig hat uns Hollywood nicht beeindruckt. Für einen wirklichen Eindruck hat meiner Meinung nach aber die Zeit auch einfach nicht gereicht, deswegen möchte ich hier jetzt nichts schlecht reden.

Los Angeles: Durch die Hollywoods Hills

Am nächsten Tag ging es als erstes zum Walmart, wir mussten uns für unsere nächsten Nächte eine Luftmatratze und natürlich etwas Roadtrip Proviant besorgen. Was sonst noch wichtig für einen Roadtrip ist, kannst du hier lesen: 11 Tipps für einen gelungenen Roadtrip.

Dann fuhren wir den Mulholland Drive entlang, durch die Hollywood Hills. Mein Fazit dazu: kann man, muss man aber nicht.

Los Angeles: Corn Dogs essen am Santa Monica Pier

Von den Hollywood Hills ging es zum Santa Monica Pier, wo wir unseren Tahoe am Lot 1 South Short Term Parking parkten. Parkplätze gibt es hier auf beiden Seiten des Piers ausreichend.

Wir deckten uns mit Corn Dogs ein und gingen auf den Pier, wo sich übrigens das offizielle Ende der Route 66 befindet.

Die Atmosphäre war einfach der Hammer. So hatte ich mir das vorgestellt, kalifornische Sonne, der Pazifik, dazu jede Menge Menschen auf dem Pier und überall gab es etwas zu entdecken.

Wir schlenderten durch den Pacific Park, der den typischen Santa Monica Bildern immer sein Riesenrad und seine Achterbahn zur Verfügung stellt und genossen unseren ersten richtigen Urlaubstag.

Am Rande des Piers sah ich einige Angler stehen, die seelenruhig ihre Angelrute ins Meer hielten. Ein wirklich schöner Kontrast zu dem ganzen Trubel.

Von Los Angeles nach Las Vegas

Das sollte es auch schon wieder von Los Angeles gewesen sein, wir hatten schließlich viele Ziele auf unserem Roadtrip im Südwesten der USA. Also fuhren wir über den Highway 15 knappe fünf Stunden nach Las Vegas.

Ich schlief immer wieder auf der Fahrt ein, glücklicherweise saß ich nicht am Steuer. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich ehrlich gesagt noch nicht getraut, den Tahoe zu bezwingen.

Irgendwann weckte mich mein Freund, so dass ich den Moment, in dem Vegas am Horizont aufleuchtete, genießen konnte. Es war wirklich beeindruckend. Ein wahres Lichtermeer erschien in der Ferne und die Vorfreude stieg an. Da war es, Las Vegas! So richtig realisieren konnte ich es noch nicht. Riesige Leuchtreklamen schmückten den Highway aus und hießen uns in Las Vegas willkommen.

Hier noch einige Tipps zu Las Vegas: Las Vegas für Anfänger: 6 Dinge, die du wissen solltest

Welcome to Fabulous Las Vegas

Wir fuhren mehrere Mal den Strip entlang und konnten einfach nicht alles aufsaugen, was es dort zu entdecken gab. Las Vegas stand nie ganz oben auf meiner Bucket List, aber hätte ich gewusst, wie geil es ist, hätte es definitiv einen Platz weiter oben bekommen.

Ja klar, es ist irgendwie eine künstliche Glitzerstadt, aber trotz allem hat sie eine Menge Charme und ich war höchst beeindruckt.

Wir parkten unseren geliebten Tahoe beim Excalibur, um dort das erste Mal eines der legendären Las Vegas Casinos zu betreten.

Wir setzten uns an Automaten, die wir nicht wirklich verstanden und bestellten Bier bei der Kellnerin. Wenn du in den Casinos spielst kannst du nämlich gratis Getränke bestellen, jedoch ist es angebracht, der Kellnerin dafür ein kleines Trinkgeld zu geben.

Die Automaten selbst kann man mit Bargeld benutzen. Der Restbetrag/Gewinn wird einem dann in Form eines Cashout Voucher ausgezahlt, den man dann an einem Automaten oder Schalter wieder gegen Bargeld eintauschen oder wahlweise bei einem anderen Automaten benutzen kann.

Sonnenaufgang in Vegas – eigentlich wollten wir ja schlafen gehen

Inzwischen hatten wir bereits so viel Zeit in Vegas verbracht, dass die Sonne wieder aufging. Eigentlich wollten wir ja schlafen gehen und das erste Mal unsere luxuriöse Luftmatratze austesten, aber dafür war alles viel zu aufregend.

Somit entschieden wir uns, die Nacht komplett durchzumachen und uns direkt auf den Weg zu unserem nächsten Ziel zu machen, dem Grand Canyon.

Meine Highlights – Von Los Angeles zum Grand Canyon

Santa Monica Pier: Das typische Kalifornien-Feeling, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wirklich schön, unbedingt einen Zwischenstopp einlegen.

Las Vegas: Definitiv sehenswert und echt beeindruckend. Wenn ihr die Chance habt, schaut es euch unbedingt an.

Du möchtest wissen, wie es weiter geht? Dann bitte einmal hier entlang: Roadtrip im Südwesten der USA: Vom Grand Canyon zum Antelope Canyon 2/6

 

Las Vegas für Anfänger: 6 Dinge, die du wissen solltest

Las Vegas für Anfänger: 6 Dinge, die du wissen solltest

Las Vegas: die Stadt in der Wüste. Die Stadt der bunten Lichter, der Shows und vor allem der Casinos. Die Stadt, wo nichts echt scheint und das Zeitgefühl völlig verschwindet. Willkommen in Vegas.

Ich war mir nicht sicher, ob mir Las Vegas gefallen würde, aber bei unserem Roadtrip durch den Südwesten der USA konnten wir uns diese glitzernde Stadt ja nicht entgehen lassen.

Und jetzt kann ich sagen, Las Vegas ist einfach der Hammer!

Zu Beginn unserer Reiseplanung stellte ich mir viele Fragen, denn so eine richtige Vorstellung, wie Las Vegas ist, hatte ich nicht. Sind da nicht nur Hotels aneinander gereiht? Überall Casinos, dabei habe ich noch nie wirklich ein Casino besucht. Ist das überhaupt etwas für mich? Muss ich jetzt extra schicke Klamotten einpacken, um in die Casinos zu kommen? Fragen über Fragen.

Geht es dir genauso? Dann soll dir dieser Beitrag helfen, deine ersten Fragen zu klären.

1.) Von Los Angeles nach Vegas: Der erste Eindruck

Wir fuhren in 4 Stunden von Los Angeles nach Las Vegas und kamen mitten in der Nacht dort an. Kurz bevor wir die Stadt erreichten, weckte mich mein Freund, so dass ich rechtzeitig den Augenblick erleben konnte, wie sich ein buntes Lichtermeer am Horizont abzeichnet. Das war schon ein besonderer Augenblick, ich in Las Vegas, das hätte ich mir 6 Monate zuvor nicht träumen lassen und jetzt war ich wirklich hier.

Schon beim Einfahren in die Stadt wird man von der riesigen Leuchtreklame in Empfang genommen. Alleine das war schon beeindruckend. Unsere Spannung auf dem Weg zum Las Vegas Strip wurde dadurch ordentlich angeheizt und wir konnten es kaum erwarten.

2.) Der Las Vegas Strip: Luxushotels und Casinos

 

Wir fuhren am legendären Las Vegas Sign am South Las Vegas Boulevards vorbei und dann waren wir auch schon fast auf dem Strip. Ich kann nicht sagen, was mehr gestrahlt hat, die Stadt oder ich. Ich wusste gar nicht, wohin ich zuerst schauen sollte. Wir fuhren über den Strip, links und rechts riesige Hotelkomplexe, berühmte Wahrzeichen und ein funkelndes Lichtermeer. Ich kam mir plötzlich so klein vor und wusste, Las Vegas hatte mich in seinen Bann gezogen.

Wir fuhren drei oder vier mal den Strip entlang und selbst das war noch lange nicht ausreichend, um sich einen Überblick zu verschaffen. Vom Las Vegas Sign bis zum Ende des Strips im Norden am Stratosphere Tower sind es immerhin knappe 8 km.

3.) Las Vegas: Die Hotels am Strip

Die Hotels in Las Vegas sind wirklich gigantisch und einige sind bereits Wahrzeichen für die Stadt geworden. Filme wir Hangover und Ocean’s Eleven sorgen für zusätzliche Popularität.

Jedes Hotel am Strip besitzt einige Besonderheiten. Im Circus Circus Hotel gibt es z.B. noch einen eigenen Vergnügungspark. Das Stratosphere Hotel hat eine Aussichtsplattform mit einer darüber liegenden Achterbahn. Das Venetian Resort Hotel hat einige venezianische Sehenswürdigkeiten wie die Rialtobrücke, den Markusplatz und Kanäle inklusive der typischen Gondeln, wie man es aus Venedig kennt und das sind nur einige der zahlreichen Attraktionen.

Die Hotels sind für jedermann zugänglich, so dass du dir ungehindert jedes einzelne Hotel anschauen kannst. Und glaub mir, hier gibt es wirklich jede Menge zu sehen.

4.) Las Vegas: Die Casinos

Jedes Hotel am Strip hat ein eigenes Casino, meist mit einem speziellen Duft, der durch die Klimaanlagen verbreitet wird. Die Casinos sind fast immer gleich aufgebaut. Am Anfang stehen überall Slotmaschinen, an denen auch mit geringen Einsätzen gespielt werden kann. So sollen möglichst viele Gäste zum Spielen animiert werden. Dazu kommen dann Roulette und andere Spieltische, an denen du Karten spielen kannst (z.B. Blackjack oder Poker). Einen Dress-Code gibt es in den Casinos übrigens nicht. Mein Tipp: Unbedingt eine Jacke einpacken, denn durch die Klimaanlagen kann es dort ziemlich kühl werden.

5.) Las Vegas: Die Shows

Die Stadt hat zahlreiche Shows zu bieten (z.B. Cirque du Solei, Blue-Man-Group, David Copperfield, verschiedenste Konzerte usw.). Möchtest du hier eine Show unbedingt sehen, macht es Sinn, sich vorher online zu informieren. Es wäre doch schade, vor Ort dann kein Ticket mehr zu bekommen. Mein Tipp: Solltest du jedoch flexibel sein, lohnt es sich bei tix4tonight einmal reinzuschauen, hier kannst du vergünstigte Resttickets ergattern.

6.) Las Vegas: Die Atmosphäre

Die Atmosphäre in Vegas ist einzigartig. Der Strip ist voller Menschen, die einfach nur Spaß haben wollen. Hier trifft man die verrücktesten Menschen an und im Gegensatz zu sonstigen Städten in den USA darf hier auf der Straße getrunken werden. Alle scheinen gut drauf zu sein und man hat das Gefühl, dass der Spruch „Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas“, in vielen Köpfen der Feiernden verankert ist.

Es gibt hier aber auch die ganz normalen Touristen jeden Alters, also nicht abschrecken lassen.

Fazit

Las Vegas ist einfach der Wahnsinn. Ich habe in meinem Leben noch nichts Vergleichbares gesehen und war wirklich beeindruckt. Wir haben uns von der Stadt einfach ein wenig über den Strip treiben lassen, haben gegessen, getrunken, gegambelt und jede Menge Spaß gehabt. Vegas hat uns fast nicht mehr losgelassen und wir verbrachten dort zwei Tage mehr als geplant.

Mein Tipp: Nehmt euch nicht zu viel vor, der Strip ist lang, die Hotels riesig und der Spaß soll ja schließlich auch nicht auf der Strecke bleiben.

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