Akumal – 5 Tipps für einen unvergesslichen Tag

Akumal – 5 Tipps für einen unvergesslichen Tag

Akumal, was aus der Sprache der Maya übersetzt soviel wie „Land der Schildkröten“ bedeutet, ist tatsächlich für seine zahlreichen Schildkröten bekannt, die sich in der Bucht tummeln. Dadurch bietet sich hier die besondere Gelegenheit, kostenlos mit den Schildkröten zu schnorcheln.

Damit du einen unvergesslichen Tag in Akumal erlebst, habe ich hier meine 5 persönlichen Tipps für dich zusammengefasst:

1 – Parken in Akumal:

Wer mit dem Auto nach Akumal fährt findet einige Parkmöglichkeiten, die alle ca. 5 Minuten Fußweg vom Strand entfernt sind.

Die Parkplätze vorne am Rand der Hauptstraße kosten 50 Pesos (ca. 2,30 €) am Tag. Fährst du durch das weiße Tor hindurch, befindet sich ein weiterer Parkplatz auf der linken Seite, der 20 Pesos (ca. 0,9 €) pro Stunde kostet. Beachte auch unbedingt die Öffnungszeiten der Parkplätze, der auf dem wir geparkt haben, hat bereits um 18 Uhr geschlossen.

2 – Kostenloser Eintritt zum Strand:

Der Eintrittspreis zum Strand ( bei dem Zugang neben dem Dive In) beträgt 100 Pesos (ca. 4,60 €) pro Person. (Stand Februar 2019)

Wer das umgehen möchte, kann auch einfach durch das nahe gelegene Hotel Akumal Caribe gehen. Der Eingang liegt direkt rechts (vom Parkplatz aus kommend) neben dem weißen Torbogen. Hier einfach an der Rezeption vorbei gehen und wieder nach draußen. Nach einem kurzen Fußweg ist der Strand bereits in Sichtweite. Et voilà, 100 Pesos/Person gespart.

3 – Restaurant Lol-Ha:

Direkt am Strand gelegen befindet sich das Restaurant Lol-Ha und bietet eine traumhafte Aussicht auf den Strand. Die Preise sind etwas höher (wie bei den meisten Restaurants am Strand), aber das traumhafte Ambiente ist ja auch etwas wert.

So haben wir die beim Eintritt gesparten Pesos direkt in unglaublich leckere Empanadas (die mit Beef fand ich besonders gut) investiert.

Dazu mit den Füßen im Sand ein Glas kühles Agua de Jamaica (aus Hibiskus-Blüten) trinken und die Aussicht genießen, klingt doch ziemlich gut, oder?

4 – Schnorcheln in Akumal:

Im Dive In Shop in Akumal gibt es Schnorchelsets zum Ausleihen, wir haben uns allerdings dazu entschieden, uns ein Schnorchelset zu kaufen. Unser Roadtrip auf der Yucatan Halbinsel sollte uns schließlich noch häufiger die Möglichkeit zum Schnorcheln bieten.

Das günstigste Set haben wir in Tulum im Supermarkt Súper Chedraui für 199 Pesos (ca. 9,20 €) entdeckt. Wem eine einfache Taucherbrille ausreicht, der kann diese dort für 14,50 Pesos (ca. 0,70 €) kaufen.

In Akumal selbst gibt es auf dem Weg vom Parkplatz zum Strand ebenfalls noch die Möglichkeit Schnorchelsets zu kaufen, die ich mit 300 Pesos (ca.13,90 €) pro Set auch nicht zu teuer fand.

5 – Schildkröten beobachten:

Akumal ist bekannt für seine vielen Schildkröten, die in Ufernähe entspannt das Seegras mampfen. Ich hatte in einigen Blogs gelesen, dass eine frühe Anreise (gegen 8-9 Uhr) empfohlen wird, da morgens weniger Touristengruppen vor Ort sind. Außerdem sollen die Schildkröten wohl besonders gerne zum Frühstück Seegras futtern und somit in Ufernähe sein.

Entgegen aller Empfehlungen und aufgrund unserer Tagesplanung entschieden wir uns dazu, erst nachmittags nach Akumal zu fahren. Das war leider ein großer Fehler, denn wir haben keine einzige Schildkröte gesehen.

Versuche also, deinen Besuch in Akumal morgens einzuplanen, damit du mehr Glück hast als wir.

Wichtig: Lass dir auch nicht aufschwatzen, dass das Schnorcheln dort nur mit Guide möglich ist, das stimmt einfach nicht.

Dir hat mein Beitrag gefallen? Hier gibt es mehr davon:

Meine Ausrüstung

Du bist noch auf der Suche nach der richtigen Ausrüstung? Hier gibt es meine Ausrüstung im Überblick inklusive Tipps, ob ich es wieder kaufen würde.

Beitrag teilen:

Meine Ausrüstung

Meine Ausrüstung

Im Alter von 14 Jahren bekam ich meine erste Digitalkamera zum Geburtstag geschenkt. Seitdem ist mein Interesse für die Fotografie ständig gewachsen und ich habe mir inzwischen eine tolle Ausrüstung zusammengesetzt.

Hier möchte ich euch die einzelnen Teile meiner Ausrüstung einmal vorstellen:

5

Ich nutze auf meinem Blog übrigens sogenannte Affiliate Links, das bedeutet, wenn du hier auf einen Link klickst und danach eine Bestellung ausführst, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich hat das keinerlei Nachteil, du zahlst den gleichen Preis und kannst meine Arbeit damit ganz einfach unterstützen.

Meine Kamera

Canon EOS 6D – Lange habe ich auf diese Vollformatkamera gespart und war überglücklich, als ich sie endlich in den Händen hielt. Inzwischen ist sie bereits seit 5 Jahren mein treuer Begleiter und ich bin nach wie vor absolut begeistert von dieser Kamera.

Das einzige Manko, was mir bis dato aufgefallen ist, dass ich das Wahlrad Menü verloren habe, inzwischen leider bereits 2 Mal. Dieses lässt sich allerdings relativ günstig bei Amazon online bestellen.

Link zu meiner Kamera Canon EOS 6D

Mein Objektiv

Tamron SP 24-70 mm f/2.8 – Mein Standard und „immer drauf“ Objektiv, mit dem ich ebenfalls total zufrieden bin. Lichtstark und robust und eine super Alternative zu dem vergleichbaren Canon Objektiv, das deutlich teurer ist.

Link zu meinem Tamron SP 24-70 mm f/2.8

Mein Zubehör

Kameragurt von Sun-Sniper

Sun-Sniper-Strap KameragurtNie wieder ohne! Diesen Gurt habe ich auf der Photokina 2014 für mich entdeckt. Zuvor war ich immer leicht genervt von dem mitgelieferten Gurt, der sich doch nach einiger Tragezeit und je nach Schwere des Objektives schön in den Nacken bohrt und Schmerzen verursacht. Außerdem knallte die Kamera immer überall gegen, wenn man sich leicht nach vorne beugte.

Wichtig ist es allerdings, die Befestigung des Gurtes immer mal wieder nachzukontrollieren und festzuziehen. Mir ist leider meine Kamera einmal hinuntergefallen, weil ich eben das vergessen hatte. Glücklicherweise ist sie mit einigen wenigen Kratzern davongekommen.

Zur zusätzlichen Sicherheit habe ich mir dafür noch einen Sicherheitsgurt gekauft, der im möglichen Fall des Lösens der Befestigung die Kamera zusätzlich sichert.

Link zu meinem Kameragurt

SDHC Speicherkarten

SanDisk Extreme 64 GB SDXC SpeicherkarteMit den Jahren haben sich doch so einige Speicherkarten bei mir angesammelt. Für die Canon EOS 6D wird unter anderem allerdings diese Speicherkarte empfohlen, mit der ich auch überaus zufrieden bin.

Link zu meiner Speicherkarte

Speicherkarten-Etui

Speicherkarten-Etui – So klein, aber so effektiv. Seid ich dieses Etui besitze, habe ich endlich mehr Ordnung bei meinen Speicherkarten. Es wäre doch zu schade, wenn eine ganze Speicherkarte mit Urlaubsbildern verloren geht.

Link zu meinem Speicherkarten-Etui

Ersatz-Akkus

Ersatz-Akkus – Die Horror-Vorstellung überhaupt, ich stehe gerade am Ende eines langen Steges, der ins Meer hineinragt und direkt vor mir springt ein riesiger Orca in die Höhe, der mir fröhlich mit seiner Schwanzflosse zuwinkt, während er einen Dreifachsalto hinlegt. Was für ein Anblick! Festhalten kann ich das allerdings alles leider nicht, weil der Akku meiner Kamera leer ist…ARGH! Nie, nie , nie sollte mir das passieren. So kaufte ich mir insgesamt drei weitere Ersatz-Akkus und hoffe nun, auf der sicheren Seite zu sein.

Tipp: Mir ist aufgefallen, dass sich meine Akkus auch ohne Nutzung meiner Kamera (GPS und WLAN beides deaktiviert) von selbst entladen. Ich habe dann ein wenig im Internet recherchiert und festgestellt, dass es an meinem Tamron-Objektiv liegt, dass den Akku anscheinend auch bei ausgeschalteter Kamera langsam entlädt. Ich versuche jetzt immer daran zu denken, den Akku bei Nichtbenutzung aus der Kamera zu entfernen oder ggf. ein anderes Objektiv mit der Kamera zu verbinden.

Link zu meinen Ersatz-Akkus

Akku-Ladegerät

USB-Ladegerät – Das mitgelieferte Original Ladegerät ist ja schön und gut, allerdings lädt es nur einen Akku und es hat keinen USB Anschluss. Um mehrere Akkus aber auch z.B. im Auto laden zu können, habe ich mir dieses Ladegerät zusätzlich besorgt.

Link zu meinem USB-Ladegerät

Meine Drohne

DJI Spark – Drohnenaufnahmen haben mich schon etwas länger begeisert, also habe ich mich dazu entschlossen, mir auch eine Drohne zu kaufen. Nach einiger Recherche habe ich mich für die DJI Spark entschieden, die vom Preis-Leistungs Verhältnis wirklich top ist. Ich würde sie als eine Art Einsteigerdrohne bezeichnen, also optimal für mich. Sie ist wirklich sehr klein und leicht und findet somit immer einen Platz im Rucksack. Auch wenn ich meine DJI Spark noch nicht allzu lange habe und immer noch nicht alle Funktionen verstehe, bin ich doch für den Anfang sehr zufrieden damit.

Remote Controller –Zusätzlich zur Drohne habe ich mir direkt noch den Controller gekauft. Ich hatte mehrfach gelesen, dass die Handhabung mit dem Smartphone doch eher schwierig sein soll und wer mich schon mal Mario Kart spielen gesehen hat, der weiß, dass eher schwierig nicht so meins ist. Mit dem Controller bin ich super zufrieden, die Handhabung hat mich überzeugt.

Das komplette Paket mit Drohne und Controller gibt es hier bei Amazon zu kaufen.

Link zu meiner Drohne

Mein Smartphone

LG 6 – Ich habe das Fotogafieren mit dem Smartphone echt für mich entdeckt, seitdem ich das LG6 habe. Die Fotos sind wirklich klasse (zu mindestens bei guten Lichtverhältnissen) und mein Smartphone habe ich ja eigentlich immer dabei. Es muss also nicht immer die dicke Spiegelreflex sein, denn wie heißt es so schön: Ein gelungenes Foto hängt nicht von der Kamera ab, sondern vom Fotografen.

Link zu meinem LG6

Beitrag teilen:

Die vier schönsten Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park

Die vier schönsten Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park

Wer einen Roadtrip durch Kanadas Westen unternimmt, der sollte den Wells Gray Provincial Park nicht verpassen. Im Vergleich zu vielen Attraktionen im Banff und Jasper Nationalpark hat der Wells Gray Provincial Park mindestens genauso viel zu bieten und ist bei weitem nicht so überlaufen.

Das Besondere am Wells Gray Provincial Park sind die zahlreichen, wunderschönen und einzigartigen Wasserfälle. Damit ihr wisst, wovon ich rede, stelle ich euch hier die vier schönsten Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park vor.

Ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch ist übrigens Clearwater. Dort haben wir im Wells Gray Inn übernachtet. Daran angrenzend befindet sich übrigens ein Restaurant und ein Pub. Ich empfehle euch allerdings, im Pub essen zu gehen. Der Pub hat exakt die gleiche Küche, wie das Restaurant, die Atmosphäre ist dort allerdings entspannter.

1. Die Spahats Creek Falls – Beeindruckendes Naturschauspiel

Die Spahats Creek Falls beeindrucken mit einer Höhe von 73 Metern und einer Breite von 9 Metern.

Vom Parkplatz aus ist es nur ein kurzer Fußweg von ca. 5 Minuten bis zur Aussichtsplattform (siehe auf Foto, oben rechts in der Ecke). Von dort aus bietet sich der perfekte Ausblick auf dieses beeindruckende Naturschauspiel.

Spahats ist übrigens das First Nation Wort für Bär.

2. Die Dawson Falls – „Mini Niagara Falls“

Die Dawson Falls mit einer Höhe von 18 Metern und einer Breite von 107 Metern werden auch als „Mini Niagara Falls” bezeichnet. Und tatsächlich erinnerten sie mich ein bisschen daran.

Ein 10-minütiger Fußmarsch trennt alle Besucher vom Parkplatz bis zu den verschiedenen Aussichtspunkten entlang des Wasserfalls.

3. Die Helmcken Falls – Spektakuläre Ausblicke

Mit unglaublichen 141 Metern Höhe sind die Helmcken Falls die viert höchsten Wasserfälle in ganz Kanada. Die Plätze 1-3 liegen übrigens auch alle in British Columbia.

Auch diese Wasserfälle sind nur einen kurzen Fußweg vom Parkplatz aus entfernt.

Die Helmcken Falls waren unglaublich imposant. Es ist gigantisch, was die Natur hier mal wieder geschaffen hat. Ich hätte dort noch ewig stehen und den atemberaubenden Ausblick genießen können.

Tipp: Eine Einheimische hat uns übrigens den 8 km langen South Rim Trail an den Helmcken Falls empfohlen. Wir haben den Trail leider zeitlich nicht mehr geschafft. Alle Infos dazu habe ich auf der Seite von hellobc.com für euch gefunden.

4. Die Moul Falls – den Wasserfall hautnah erleben

Die Moul Falls sind mein ungeschlagener erster Platz der unterschiedlichen Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park. So sehr hat mich noch kein Wasserfall begeistert.

Der Trail zu den Moul Falls ist ca. 2,9 km lang. Ein Weg der sich definitiv lohnt. Das erste Ziel ist ein Aussichtspunkt, der den Blick von oben auf den Wasserfall ermöglicht. Wer von hier aus wieder zurück geht ist selbst Schuld, denn jetzt wird es erst richtig spannend. Der Weg ist nicht mehr allzu weit, allerdings etwas anspruchsvoller als zuvor.

Wer von euch noch nie hinter einem Wasserfall entlanggegangen ist, hat hier die Möglichkeit, seine Jungfräulichkeit zu verlieren, so wie ich.

Es war unglaublich geil. Noch jetzt spüre ich das spritzende Wasser in meinem Gesicht, als ich kurz hinter dem Wasserfall innehielt, um diesen Augenblick voll und ganz auszukosten.

Wer also nicht komplett nass werden möchte, sollte unbedingt an wasserfeste Kleidung denken.

Mein Fazit

Für mich sind die Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park ein absolutes MUSS bei einem Roadtrip durch den Westen Kanadas. Lasst es euch nicht entgehen 🙂

Dir hat mein Beitrag gefallen? Hier gibt es mehr davon:

Meine Ausrüstung

Du bist noch auf der Suche nach der richtigen Ausrüstung? Hier gibt es meine Ausrüstung im Überblick inklusive Tipps, ob ich es wieder kaufen würde.

Beitrag teilen:

Erntehelfer im Okanagan – Mein Job als Apple Picker

Erntehelfer im Okanagan – Mein Job als Apple Picker

Ein Jahr in Kanada, ein Jahr, um neue Erfahrungen zu machen, die ich in Deutschland niemals machen würde. Warum also nicht einfach mal als Erntehelfer im Okanagan arbeiten?

Wo sich diese traumhafte Region befindet, wie ich an den Job gekommen bin und ob es sich lohnt als Apple Picker zu arbeiten, all das habe ich einmal für euch zusammen gefasst.

Okanagan – Ein kurzer Überblick

Das Okanagan Valley liegt im Süden von British Columbia und erstreckt sich im Norden von Enderby bis in den Süden nach Osooyos. Die größte Stadt im Okanagan ist Kelowna mit ca. 120.000 Einwohnern.

Das Okanagan Valley ist für seine zahlreichen Obstplantagen und Weingüter bekannt. Es gehört zu den wärmsten Regionen in ganz Kanada. Ein Besuch dieser Region lohnt sich auf jeden Fall. Insbesondere Weinliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten und können ein Weingut nach dem anderen erkunden.

So wurde ich Apple Picker

Ehrlich gesagt stammte diese großartige Idee von meinem Freund. Ich war allerdings schnell überzeugt und wir suchten nach einem passenden Job auf Craigslist.

Dabei war es uns total egal, ob wir jetzt Weintrauben, Äpfel oder sonst was pflücken.

Wir fanden einige passende Anzeigen und meldeten es uns via Mail oder Telefon. Das hat alles super schnell geklappt und bereits drei Tage später standen wir dann auf der Obstplantage in Penticton und ernteten Äpfel.

Mein erster Tag als Apple Picker

Am Morgen vor unserem ersten Arbeitstag war ich dann tatsächlich etwas nervös. Zu oft hatte ich gelesen, wie harte körperliche Arbeit das sei und ich hatte Angst, dass ich einfach zu schwach dafür bin.

Ich stellte mir vor, dass mir gesagt wird, ich sei zu klein und dick, um Äpfel zu pflücken, aber wenn ich wolle, könne ich an den Bäumen schütteln. Ich stellte mir also vor, wie ich den ganzen Tag auf der Obstplantage stehe und Apfelbäume schüttle.

Von meiner eigenen Vorstellungskraft erheitert und beruhigt (Bäume schütteln klingt ja eigentlich ganz nett), machten wir und auf den Weg.

Nahezu gleichzeitig mit uns kam noch ein weiteres Pärchen auf dem Hof an. Auch sie waren beide unerfahren im Apple Picking und hatten ihren ersten Arbeitstag. Ich war beruhight.

Gus, unser Chef begrüßte uns und hörte gar nicht richtig zu, als wir unsere Namen sagten. Dafür nummerierte er uns durch. Ich war Nummer 3 und immerhin das konnte sich Gus gut merken, denn er hat mich niemals mit einer anderen Nummer angesprochen.

Jeder von uns bekam einen Beutel, der vorne am Bauch umgeschnallt wurde. In diesem Beutel wurden die Äpfel zunächst gesammelt, bevor sie in die große Bin (eine große Kiste) gefüllt wurden.  Dann wurde jedem von uns eine Reihe zugeteilt und Gus platzierte uns dort jeweils mit dem Gabelstapler eine Bin.

Die Arbeitsanforderungen als Apple Picker

Die Arbeitsanforderungen waren eigentlich ganz einfach und wurden uns mehrfach anhand von anschaulichen Beispielen erklärt.

Wir sollten nur die schönen und großen Äpfel pflücken. Meine Meinung, welcher Apfel schön und groß genug ist, variierte übrigens alle paar Stunden. Außerdem sollten die Äpfel zu mindestens 50 % rot sein. Die rote Farbe bekommen die Äpfel übrigens durch die Sonne.

Ansonsten ist es noch wichtig, die Äpfel vorsichtig zu pflücken und keine Anlagen für die Blütenknospen des folgenden Jahres zu zerstören. Am Besten man dreht den Apfel etwas nach oben, dann löst er sich in den meisten Fällen von ganz alleine.

Die körperliche Belastung als Apple Picker – So hart ist es wirklich

Die ersten 3-4 Stunden Apple Picking habe ich mit Leichtigkeit hinbekommen. Den umgeschnallten Beutel habe ich nie komplett befüllt, um meinen Rücken weniger zu belasten, aber ansonsten war es körperlich nicht wirklich hart. Klar, ich war die ganze Zeit in Bewegung, aber es war wirklich okay.

Ungefähr eine halbe Stunde nach dieser Erkenntnis merkte ich langsam die ersten Schmerzen in meinen Beinen. Ich wurde immer langsamer und ich spürte einfach, wie kraftlos ich inzwischen war. Ich hatte mich wohl einfach zu früh gefreut.

Insgesamt 10 Stunden waren wir an unserem ersten Arbeitstag auf der Plantage und pflückten einen Apfel nach dem anderen. Am Ende dieses langen und anstrengenden, aber trotzdem irgendwie schönen Arbeitstages, taten meine Beine so unfassbar weh, dass ich kaum noch dazu in der Lage war, zu gehen. Ich fiel einfach tot ins Bett und war in Sekundenschnelle eingeschlafen.

Noch zwei weitere Tage arbeiteten wir als Apple Picker in Pentiction, bevor wir für einen anderen Job wieder nach Vancouver mussten.

Die folgenden Tage auf der Obstplantage waren genauso hart, wenn nicht sogar noch härter. Ich merkte meine körperliche Erschöpfung und anstatt meine eigene Bin zu befüllen, half ich einfach meinem Freund bei seiner und genoss zwischendurch die atemberaubende Aussicht über die Plantagen und den Okanagan Lake.

Wie bei all meinen anderen Jobs, wo körperliche Arbeit involviert war, weiß ich aber, dass es einfach ein paar Tage braucht, bis man sich an die Belastung gewöhnt hat.

Pick, Pick, Pick – So viel verdient man als Apple Picker

Beim Apple Picking wird man meistens pro befüllter Bin bezahlt. Das Gute daran ist, dass es dem Chef dadurch im Prinzip egal ist, wie schnell man arbeitet und man kann in seinem eigenen Tempo arbeiten. Wenn man also gerade eine Pause braucht, dann setzt man sich halt mal eine halbe Stunde hin und entspannt sich. Der eigene Stundenlohn reduziert sich dadurch natürlich.

Wir haben uns vor unserem ersten Arbeitstag ein wenig schlau gemacht und herausgefunden, dass man als Apple Picker ungefähr $22 – $30 pro Bin verdient.

Als uns unser Chef Gus dann sagte, wir würden $25 pro Bin bekommen, war das vollkommen in Ordnung für uns.

Auf dem Foto könnt ihr sehen, wie groß so eine Bin ist. Ich habe an meinem ersten Tag als Apple Picker ungefähr 1,5 Bins geschafft. Zieht man von den 10 Stunden, die ich da war, noch die Mittagspause und die Einführung ab und kommt man damit auf einen grandiosen Stundenlohn von ungefähr $4. Yeahh.

Mein Freund hat um einiges schneller gepflückt und kam immerhin auf einen Stundenlohn von ca. $12. Mit etwas Übung hat er die nächsten Tage aber ca. 1,5 Stunden pro Bin gebraucht, also einen Stundenlohn von knapp $17 erreicht.

Mein Job als Apple Picker – Fazit

Ich war eine miserable Apple Pickerin. Mein Stundenlohn war grottig, die körperliche Anstrengung unglaublich groß und trotzdem würde ich es jederzeit wieder so machen.

Ich habe den Job ja schließlich nicht angenommen, um das große Geld zu machen, sondern um einfach diese Erfahrung zu machen, wie es ist, Apple Picker zu sein.

In so einer Umgebung zu arbeiten war traumhaft schön, die Äpfel waren unglaublich lecker und ich sehe so eine Arbeit jetzt definitiv mit anderen Augen.

Dir hat mein Beitrag gefallen? Hier gibt’s mehr davon:

Beitrag teilen:

Autoversicherung in Kanada: So lässt du dir deine schadenfreien Jahre anrechnen

Autoversicherung in Kanada: So lässt du dir deine schadenfreien Jahre anrechnen

Bis zu 40 % kannst du bei der Autoversicherung in Kanada sparen und somit deine Reisekasse schonen. Das alles solltest du ganz entspannt vor deiner Abreise vorbereiten, damit vor Ort dann alles reibungslos funktioniert. Alles was du dafür tun musst, erkläre ich dir hier ausführlich.

Alle Angaben beziehen sich hierbei auf die Autoversicherung in British Columbia, diese ist übrigens verstaatlicht, das bedeutet, du hast keine Wahl bei deiner Autoversicherung, sondern musst dein Auto bei der ICBC (Insurance Corporation of British Columbia) versichern. Kaufst du ein Auto, wird der offizielle Kauf und die Versicherung in einem Rutsch bei einer ICBC Filiale oder eine der verschiedenen Versicherungsagenturen, die den ICBC Autoplan anbieten, abgewickelt. Diese kannst du ganz ohne Termin aufsuchen. Diese Filialen sind zahlreich vorhanden.

Zum Thema Autokauf könnte dieser Beitrag auch noch interessant für dich sein: Work and Travel Kanada: Alles was du zum Autokauf wissen musst.

Nachweis deiner deutschen Versicherung

Um dir bei deiner Autoversicherung in Kanada deine schadenfreien Jahre anrechnen zu lassen, brauchst du einen Nachweis deiner deutschen Versicherung. Wichtig dabei ist, dass alles auf englisch übersetzt ist. Das Auto muss übrigens nicht auf dich versichert gewesen sein, damit die Anrechnung funktioniert.

Ich selbst hatte zuvor noch kein Auto über mich versichert und habe somit die Versicherung meiner Mutter angeschrieben und dort um einen Nachweis gebeten. Dabei musst du lediglich als Fahrer eingetragen sein. Auf dem Bild siehst du einen Ausschnitt von meinem Nachweis.

Folgende Informationen müssen in dem Nachweis vorhanden sein:

  • Ausstellungsdatum: Der Nachweis muss das Datum enthalten, an dem dieser ausgestellt wurde.
  • Kontaktinformationen der deutschen Autoversicherung: Der Nachweis sollte einen Briefkopf mit den Kontaktinformationen deiner Versicherung beinhalten. Dabei ist wichtig, dass selbst das Anschreiben deiner Versicherung auf englisch ist. Ich hatte auf der ersten Seite zwar die Kontaktdaten der Versicherung, aber das Anschreiben, in dem Floskeln wie „Anbei wie angefordert der Nachweis…“ stand, war leider nicht auf englisch, was von dem Versicherungsvertreter so nicht akzeptiert wurde.
  • Name des Versicherten: Der Name des Versicherten und ggf. dein Name müssen auf dem Nachweis enthalten sein.
  • Vertragsnummer: Ebenfalls die Vertragsnummer wird von der ICBC angefordert.
  • Datum des Versicherungsbeginns: Der Beginn deines deutschen Versicherungsschutzes, inklusive Tag, Monat und Jahr.
  • Anzahl der schadenfreie Jahre: Eine Bestätigung dessen, dass es keinen Unfall o.Ä. in der Zeit des Versicherungsschutzes gab.
  • Unterschrift deiner deutschen Autoversicherung: Die Unterschrift eines Versicherungsvertreters vervollständigt dann deinen Nachweis.

Die Anrechnung passiert sofort und unmittelbar von einem Vertreter der Versicherung, auch wenn die ICBC sie letztendlich noch genehmigen muss. Dem dürfte allerdings nichts im Wege stehe, wenn der Versicherungsmitarbeiter deinen Nachweis so akzeptiert und anrechnet. Für jedes schadenfreie Jahr bekommst du so einen Rabatt von 5% auf deine Autoversicherung. Juhuu!

Dir hat mein Beitrag gefallen? Hier gibt es noch mehr zum Thema Kanada:

Meine Ausrüstung

Du bist noch auf der Suche nach der richtigen Ausrüstung? Hier gibt es meine Ausrüstung im Überblick inklusive Tipps, ob ich es wieder kaufen würde.

Beitrag teilen: