Unterwegs in Ontario: Warum sich ein Besuch im Algonquin Provincial Park lohnt

Unterwegs in Ontario: Warum sich ein Besuch im Algonquin Provincial Park lohnt

Mit einer Fläche von über 7630 m2 hat der Algonquin Provincial Park als ältester Provincial Park der kanadischen Provinz Ontario einiges zu bieten. Ob Tagesausausflug oder campen, wandern oder radfahren, angeln oder Kajak fahren, hier findet jeder seine perfekte Beschäftigung. Wir haben uns auf unserem Roadtrip durch Kanada für einen Tagesausflug in den Algonquin Provincial Park entschieden und haben es nicht bereut.

!Tipp: Die Nächte vor bzw. nach dem Tag im Park haben wir in Huntsville bzw. Whitney wild gecampt.

Der Algonquin Provincial Park im Überblick

Durch seine Nähe zu Toronto (ca. 300 km) und Ottawa (ca. 280 km) ist der Park das perfekte Ziel für eine Kombination mit einem Städtetrip. Durch den Park hindurch führt der Highway 60 und bietet auf 56 km zahlreiche Zwischenstopps. Am Rand dieser 56 km langen Strecke wird der Park durch das West und das East Gate eingegrenzt. Hier gibt es die Möglichkeit, sich über den Park zu informieren, eine Übersichtskarte zu bekommen und sich die Park Permit, also das Ticket für den Park zu kaufen. Bezahlt wird pro Fahrzeug, die Kosten betragen für einen Tagespass zwischen 14,50 CAD und 17,00 CAD. Wir haben am West Gate 17 CAD bezahlt, aber kurz vor dem Eingang steht auch ein Ticketautomat, den ich leider erst beim Herausgehen gesehen habe. Vielleicht bekommt ihr hier das Ticket zu einem günstigeren Preis. !Tipp: Wer nur durch den Park hindurch fährt, der braucht keine Park Permit.

Wildlife im Algonquin Provincial Park

Über 50 verschiedene Säugetierarten, über 30 Reptilien- und Amphibienarten (alle ungiftig) und 140 Vogelarten leben im Park. Wer wie ich ein riesiger Elch-Fan ist kann sich freuen, denn der Park ist für seine große Anzahl an Elchen bekannt. Wir hatten Glück und haben im Laufe des Tages drei Elche sehen können. Ansonsten gibt es noch ca. 2000 Schwarzbären, Wölfe und Füchse im Park, die sich allerdings erfolgreich vor uns versteckt haben. Dafür gab es ein paar Schlangen und jede Menge Schildkröten zu sehen. !Tipp: Insbesondere im Mai/Juni sind die Chancen gut, Elche entlang des Highways 60 zu sehen, da sie das salzige Wasser (vom Streuen im Winter) aus den Straßengräben trinken.

Wandern im Algonquin Provincial Park

15 verschiedene Wanderwege, die an verschiedenen Stellen entlang des Highway 60 beginnen, bieten ausreichend Möglichkeiten, den Park zu erkunden. Von dem 1 km langen Hardwood Lookout Trail bis hin zum 10,8 km langen Mizzy Trail gibt es Wanderwege in sämtlichen Längen und Schwierigkeitsgraden. Julia vom Blog Globusliebe hat sich für den Track & Tower Trail (7,5 km), den Lookout Trail (2,1 km) und den Centennial Ridges Trail (10,4 km) entschieden. Nachlesen könnt ihr das in ihrem Blogbeitrag Algonquin: Der schönste Nationalpark in Kanadas Osten. Wir haben uns für den Mizzy Lake Trail (10,8 km) entschieden. !Tipp: Fragt an der Information nach, ob Trails geschlossen sind. Bei uns war der Whiskey Rapids Trail wegen Überflutung gesperrt, sowie die Zugangsstraße zum Centennial Ridges Trail, wodurch sich der Trail um 4 km verlängert hätte.

Mizzy Lake Trail – ein 10,8 km Rundweg

Der 10,8 km lange Rundweg beginnt kurz hinter Kilometer 15 im Park (von Westen her kommend). Der Trail führt an neun kleinen Seen vorbei und soll die besten Möglichkeiten bieten, Wildlife zu sehen. Grund genug für mich, diesen Trail auszuwählen. Das Glück war mit uns und ließ tatsächlich einen Elch am West Rose Lake auftauchen. Auch wenn der Elch relativ weit entfernt war, konnte ich jedoch genau erkennen, wie er ein kurzes Stück durch den See schwamm, um dann auf der anderen Seite wieder herauszuklettern. Was für ein tolles Erlebnis. Ansonsten gab es noch Vögel, Schildkröten, ein paar Streifenhörnchen und Schlangen zu sehen.

Der Trail war ziemlich matschig, was das Vorankommen teilweise ganz schön erschwert hat. Die Wanderung wurde dadurch aber auch irgendwie zu einem herausfordernden und spaßigen Hindernislauf. Einmal bin ich leider auf einem nassen Ast ausgerutscht und habe mich dadurch einmal mit voller Kraft in den Matsch gesetzt…also immer schön vorsichtig sein. Der Trail war abwechslungsreich und hat traumhafte Aussichten auf die verschiedenen Seen geboten. Die letzten 2-3 Kilometer habe ich mich allerdings ganz schön gequält, aber hey, ich hatte einen Elch gesehen!

Fazit zum Algonquin Provincial Park

Traumhafte kanadische Landschaften wie aus dem Bilderbuch, jede Menge Wildlife und ein tolles Angebot an Aktivitäten für jeden Geschmack, all das macht den Algonquin Provincial Park zu einem tollen Ausflugsziel. Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall. Wer einen Besuch plant, sollte überlegen etwas mehr als einen Tag einzuplanen, um den Park ausgiebiger erkunden zu können. Beim nächsten Mal würde ich gerne noch eine Kajaktour machen und den Lookout Trail wandern. Das alles dann am Liebsten im Herbst, da der Park im Indian Summer einfach traumhaft aussehen muss.

!Wichtig: Immer schön die Augen offen halten beim Fahren, insbesondere bei Dämmerung. Wir wären fast mit einem Elch kollidiert und Elche sind wirklich unglaublich riesig!

Akumal – 5 Tipps für einen unvergesslichen Tag

Akumal – 5 Tipps für einen unvergesslichen Tag

Akumal, was aus der Sprache der Maya übersetzt soviel wie „Land der Schildkröten“ bedeutet, ist tatsächlich für seine zahlreichen Schildkröten bekannt, die sich in der Bucht tummeln. Dadurch bietet sich hier die besondere Gelegenheit, kostenlos mit den Schildkröten zu schnorcheln.

Damit du einen unvergesslichen Tag in Akumal erlebst, habe ich hier meine 5 persönlichen Tipps für dich zusammengefasst:

1 – Parken in Akumal:

Wer mit dem Auto nach Akumal fährt findet einige Parkmöglichkeiten, die alle ca. 5 Minuten Fußweg vom Strand entfernt sind.

Die Parkplätze vorne am Rand der Hauptstraße kosten 50 Pesos (ca. 2,30 €) am Tag. Fährst du durch das weiße Tor hindurch, befindet sich ein weiterer Parkplatz auf der linken Seite, der 20 Pesos (ca. 0,9 €) pro Stunde kostet. Beachte auch unbedingt die Öffnungszeiten der Parkplätze, der auf dem wir geparkt haben, hat bereits um 18 Uhr geschlossen.

2 – Kostenloser Eintritt zum Strand:

Der Eintrittspreis zum Strand ( bei dem Zugang neben dem Dive In) beträgt 100 Pesos (ca. 4,60 €) pro Person. (Stand Februar 2019)

Wer das umgehen möchte, kann auch einfach durch das nahe gelegene Hotel Akumal Caribe gehen. Der Eingang liegt direkt rechts (vom Parkplatz aus kommend) neben dem weißen Torbogen. Hier einfach an der Rezeption vorbei gehen und wieder nach draußen. Nach einem kurzen Fußweg ist der Strand bereits in Sichtweite. Et voilà, 100 Pesos/Person gespart.

3 – Restaurant Lol-Ha:

Direkt am Strand gelegen befindet sich das Restaurant Lol-Ha und bietet eine traumhafte Aussicht auf den Strand. Die Preise sind etwas höher (wie bei den meisten Restaurants am Strand), aber das traumhafte Ambiente ist ja auch etwas wert.

So haben wir die beim Eintritt gesparten Pesos direkt in unglaublich leckere Empanadas (die mit Beef fand ich besonders gut) investiert.

Dazu mit den Füßen im Sand ein Glas kühles Agua de Jamaica (aus Hibiskus-Blüten) trinken und die Aussicht genießen, klingt doch ziemlich gut, oder?

4 – Schnorcheln in Akumal:

Im Dive In Shop in Akumal gibt es Schnorchelsets zum Ausleihen, wir haben uns allerdings dazu entschieden, uns ein Schnorchelset zu kaufen. Unser Roadtrip auf der Yucatan Halbinsel sollte uns schließlich noch häufiger die Möglichkeit zum Schnorcheln bieten.

Das günstigste Set haben wir in Tulum im Supermarkt Súper Chedraui für 199 Pesos (ca. 9,20 €) entdeckt. Wem eine einfache Taucherbrille ausreicht, der kann diese dort für 14,50 Pesos (ca. 0,70 €) kaufen.

In Akumal selbst gibt es auf dem Weg vom Parkplatz zum Strand ebenfalls noch die Möglichkeit Schnorchelsets zu kaufen, die ich mit 300 Pesos (ca.13,90 €) pro Set auch nicht zu teuer fand.

5 – Schildkröten beobachten:

Akumal ist bekannt für seine vielen Schildkröten, die in Ufernähe entspannt das Seegras mampfen. Ich hatte in einigen Blogs gelesen, dass eine frühe Anreise (gegen 8-9 Uhr) empfohlen wird, da morgens weniger Touristengruppen vor Ort sind. Außerdem sollen die Schildkröten wohl besonders gerne zum Frühstück Seegras futtern und somit in Ufernähe sein.

Entgegen aller Empfehlungen und aufgrund unserer Tagesplanung entschieden wir uns dazu, erst nachmittags nach Akumal zu fahren. Das war leider ein großer Fehler, denn wir haben keine einzige Schildkröte gesehen.

Versuche also, deinen Besuch in Akumal morgens einzuplanen, damit du mehr Glück hast als wir.

Wichtig: Lass dir auch nicht aufschwatzen, dass das Schnorcheln dort nur mit Guide möglich ist, das stimmt einfach nicht.

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Meine Ausrüstung

Du bist noch auf der Suche nach der richtigen Ausrüstung? Hier gibt es meine Ausrüstung im Überblick inklusive Tipps, ob ich es wieder kaufen würde.

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Meine Ausrüstung

Meine Ausrüstung

Im Alter von 14 Jahren bekam ich meine erste Digitalkamera zum Geburtstag geschenkt. Seitdem ist mein Interesse für die Fotografie ständig gewachsen und ich habe mir inzwischen eine tolle Ausrüstung zusammengesetzt.

Hier möchte ich euch die einzelnen Teile meiner Ausrüstung einmal vorstellen:

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Ich nutze auf meinem Blog übrigens sogenannte Affiliate Links, das bedeutet, wenn du hier auf einen Link klickst und danach eine Bestellung ausführst, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich hat das keinerlei Nachteil, du zahlst den gleichen Preis und kannst meine Arbeit damit ganz einfach unterstützen.

Meine Kamera

Canon EOS 6D – Lange habe ich auf diese Vollformatkamera gespart und war überglücklich, als ich sie endlich in den Händen hielt. Inzwischen ist sie bereits seit 5 Jahren mein treuer Begleiter und ich bin nach wie vor absolut begeistert von dieser Kamera.

Das einzige Manko, was mir bis dato aufgefallen ist, dass ich das Wahlrad Menü verloren habe, inzwischen leider bereits 2 Mal. Dieses lässt sich allerdings relativ günstig bei Amazon online bestellen.

Link zu meiner Kamera Canon EOS 6D

Mein Objektiv

Tamron SP 24-70 mm f/2.8 – Mein Standard und „immer drauf“ Objektiv, mit dem ich ebenfalls total zufrieden bin. Lichtstark und robust und eine super Alternative zu dem vergleichbaren Canon Objektiv, das deutlich teurer ist.

Link zu meinem Tamron SP 24-70 mm f/2.8

Mein Zubehör

Kameragurt von Sun-Sniper

Sun-Sniper-Strap KameragurtNie wieder ohne! Diesen Gurt habe ich auf der Photokina 2014 für mich entdeckt. Zuvor war ich immer leicht genervt von dem mitgelieferten Gurt, der sich doch nach einiger Tragezeit und je nach Schwere des Objektives schön in den Nacken bohrt und Schmerzen verursacht. Außerdem knallte die Kamera immer überall gegen, wenn man sich leicht nach vorne beugte.

Wichtig ist es allerdings, die Befestigung des Gurtes immer mal wieder nachzukontrollieren und festzuziehen. Mir ist leider meine Kamera einmal hinuntergefallen, weil ich eben das vergessen hatte. Glücklicherweise ist sie mit einigen wenigen Kratzern davongekommen.

Zur zusätzlichen Sicherheit habe ich mir dafür noch einen Sicherheitsgurt gekauft, der im möglichen Fall des Lösens der Befestigung die Kamera zusätzlich sichert.

Link zu meinem Kameragurt

SDHC Speicherkarten

SanDisk Extreme 64 GB SDXC SpeicherkarteMit den Jahren haben sich doch so einige Speicherkarten bei mir angesammelt. Für die Canon EOS 6D wird unter anderem allerdings diese Speicherkarte empfohlen, mit der ich auch überaus zufrieden bin.

Link zu meiner Speicherkarte

Speicherkarten-Etui

Speicherkarten-Etui – So klein, aber so effektiv. Seid ich dieses Etui besitze, habe ich endlich mehr Ordnung bei meinen Speicherkarten. Es wäre doch zu schade, wenn eine ganze Speicherkarte mit Urlaubsbildern verloren geht.

Link zu meinem Speicherkarten-Etui

Ersatz-Akkus

Ersatz-Akkus – Die Horror-Vorstellung überhaupt, ich stehe gerade am Ende eines langen Steges, der ins Meer hineinragt und direkt vor mir springt ein riesiger Orca in die Höhe, der mir fröhlich mit seiner Schwanzflosse zuwinkt, während er einen Dreifachsalto hinlegt. Was für ein Anblick! Festhalten kann ich das allerdings alles leider nicht, weil der Akku meiner Kamera leer ist…ARGH! Nie, nie , nie sollte mir das passieren. So kaufte ich mir insgesamt drei weitere Ersatz-Akkus und hoffe nun, auf der sicheren Seite zu sein.

Tipp: Mir ist aufgefallen, dass sich meine Akkus auch ohne Nutzung meiner Kamera (GPS und WLAN beides deaktiviert) von selbst entladen. Ich habe dann ein wenig im Internet recherchiert und festgestellt, dass es an meinem Tamron-Objektiv liegt, dass den Akku anscheinend auch bei ausgeschalteter Kamera langsam entlädt. Ich versuche jetzt immer daran zu denken, den Akku bei Nichtbenutzung aus der Kamera zu entfernen oder ggf. ein anderes Objektiv mit der Kamera zu verbinden.

Link zu meinen Ersatz-Akkus

Akku-Ladegerät

USB-Ladegerät – Das mitgelieferte Original Ladegerät ist ja schön und gut, allerdings lädt es nur einen Akku und es hat keinen USB Anschluss. Um mehrere Akkus aber auch z.B. im Auto laden zu können, habe ich mir dieses Ladegerät zusätzlich besorgt.

Link zu meinem USB-Ladegerät

Meine Drohne

DJI Spark – Drohnenaufnahmen haben mich schon etwas länger begeisert, also habe ich mich dazu entschlossen, mir auch eine Drohne zu kaufen. Nach einiger Recherche habe ich mich für die DJI Spark entschieden, die vom Preis-Leistungs Verhältnis wirklich top ist. Ich würde sie als eine Art Einsteigerdrohne bezeichnen, also optimal für mich. Sie ist wirklich sehr klein und leicht und findet somit immer einen Platz im Rucksack. Auch wenn ich meine DJI Spark noch nicht allzu lange habe und immer noch nicht alle Funktionen verstehe, bin ich doch für den Anfang sehr zufrieden damit.

Remote Controller –Zusätzlich zur Drohne habe ich mir direkt noch den Controller gekauft. Ich hatte mehrfach gelesen, dass die Handhabung mit dem Smartphone doch eher schwierig sein soll und wer mich schon mal Mario Kart spielen gesehen hat, der weiß, dass eher schwierig nicht so meins ist. Mit dem Controller bin ich super zufrieden, die Handhabung hat mich überzeugt.

Das komplette Paket mit Drohne und Controller gibt es hier bei Amazon zu kaufen.

Link zu meiner Drohne

Mein Smartphone

LG 6 – Ich habe das Fotogafieren mit dem Smartphone echt für mich entdeckt, seitdem ich das LG6 habe. Die Fotos sind wirklich klasse (zu mindestens bei guten Lichtverhältnissen) und mein Smartphone habe ich ja eigentlich immer dabei. Es muss also nicht immer die dicke Spiegelreflex sein, denn wie heißt es so schön: Ein gelungenes Foto hängt nicht von der Kamera ab, sondern vom Fotografen.

Link zu meinem LG6

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Die vier schönsten Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park

Die vier schönsten Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park

Wer einen Roadtrip durch Kanadas Westen unternimmt, der sollte den Wells Gray Provincial Park nicht verpassen. Im Vergleich zu vielen Attraktionen im Banff und Jasper Nationalpark hat der Wells Gray Provincial Park mindestens genauso viel zu bieten und ist bei weitem nicht so überlaufen.

Das Besondere am Wells Gray Provincial Park sind die zahlreichen, wunderschönen und einzigartigen Wasserfälle. Damit ihr wisst, wovon ich rede, stelle ich euch hier die vier schönsten Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park vor.

Ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch ist übrigens Clearwater. Dort haben wir im Wells Gray Inn übernachtet. Daran angrenzend befindet sich übrigens ein Restaurant und ein Pub. Ich empfehle euch allerdings, im Pub essen zu gehen. Der Pub hat exakt die gleiche Küche, wie das Restaurant, die Atmosphäre ist dort allerdings entspannter.

1. Die Spahats Creek Falls – Beeindruckendes Naturschauspiel

Die Spahats Creek Falls beeindrucken mit einer Höhe von 73 Metern und einer Breite von 9 Metern.

Vom Parkplatz aus ist es nur ein kurzer Fußweg von ca. 5 Minuten bis zur Aussichtsplattform (siehe auf Foto, oben rechts in der Ecke). Von dort aus bietet sich der perfekte Ausblick auf dieses beeindruckende Naturschauspiel.

Spahats ist übrigens das First Nation Wort für Bär.

2. Die Dawson Falls – „Mini Niagara Falls“

Die Dawson Falls mit einer Höhe von 18 Metern und einer Breite von 107 Metern werden auch als „Mini Niagara Falls” bezeichnet. Und tatsächlich erinnerten sie mich ein bisschen daran.

Ein 10-minütiger Fußmarsch trennt alle Besucher vom Parkplatz bis zu den verschiedenen Aussichtspunkten entlang des Wasserfalls.

3. Die Helmcken Falls – Spektakuläre Ausblicke

Mit unglaublichen 141 Metern Höhe sind die Helmcken Falls die viert höchsten Wasserfälle in ganz Kanada. Die Plätze 1-3 liegen übrigens auch alle in British Columbia.

Auch diese Wasserfälle sind nur einen kurzen Fußweg vom Parkplatz aus entfernt.

Die Helmcken Falls waren unglaublich imposant. Es ist gigantisch, was die Natur hier mal wieder geschaffen hat. Ich hätte dort noch ewig stehen und den atemberaubenden Ausblick genießen können.

Tipp: Eine Einheimische hat uns übrigens den 8 km langen South Rim Trail an den Helmcken Falls empfohlen. Wir haben den Trail leider zeitlich nicht mehr geschafft. Alle Infos dazu habe ich auf der Seite von hellobc.com für euch gefunden.

4. Die Moul Falls – den Wasserfall hautnah erleben

Die Moul Falls sind mein ungeschlagener erster Platz der unterschiedlichen Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park. So sehr hat mich noch kein Wasserfall begeistert.

Der Trail zu den Moul Falls ist ca. 2,9 km lang. Ein Weg der sich definitiv lohnt. Das erste Ziel ist ein Aussichtspunkt, der den Blick von oben auf den Wasserfall ermöglicht. Wer von hier aus wieder zurück geht ist selbst Schuld, denn jetzt wird es erst richtig spannend. Der Weg ist nicht mehr allzu weit, allerdings etwas anspruchsvoller als zuvor.

Wer von euch noch nie hinter einem Wasserfall entlanggegangen ist, hat hier die Möglichkeit, seine Jungfräulichkeit zu verlieren, so wie ich.

Es war unglaublich geil. Noch jetzt spüre ich das spritzende Wasser in meinem Gesicht, als ich kurz hinter dem Wasserfall innehielt, um diesen Augenblick voll und ganz auszukosten.

Wer also nicht komplett nass werden möchte, sollte unbedingt an wasserfeste Kleidung denken.

Mein Fazit

Für mich sind die Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park ein absolutes MUSS bei einem Roadtrip durch den Westen Kanadas. Lasst es euch nicht entgehen 🙂

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Meine Ausrüstung

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Erntehelfer im Okanagan – Mein Job als Apple Picker

Erntehelfer im Okanagan – Mein Job als Apple Picker

Ein Jahr in Kanada, ein Jahr, um neue Erfahrungen zu machen, die ich in Deutschland niemals machen würde. Warum also nicht einfach mal als Erntehelfer im Okanagan arbeiten?

Wo sich diese traumhafte Region befindet, wie ich an den Job gekommen bin und ob es sich lohnt als Apple Picker zu arbeiten, all das habe ich einmal für euch zusammen gefasst.

Okanagan – Ein kurzer Überblick

Das Okanagan Valley liegt im Süden von British Columbia und erstreckt sich im Norden von Enderby bis in den Süden nach Osooyos. Die größte Stadt im Okanagan ist Kelowna mit ca. 120.000 Einwohnern.

Das Okanagan Valley ist für seine zahlreichen Obstplantagen und Weingüter bekannt. Es gehört zu den wärmsten Regionen in ganz Kanada. Ein Besuch dieser Region lohnt sich auf jeden Fall. Insbesondere Weinliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten und können ein Weingut nach dem anderen erkunden.

So wurde ich Apple Picker

Ehrlich gesagt stammte diese großartige Idee von meinem Freund. Ich war allerdings schnell überzeugt und wir suchten nach einem passenden Job auf Craigslist.

Dabei war es uns total egal, ob wir jetzt Weintrauben, Äpfel oder sonst was pflücken.

Wir fanden einige passende Anzeigen und meldeten es uns via Mail oder Telefon. Das hat alles super schnell geklappt und bereits drei Tage später standen wir dann auf der Obstplantage in Penticton und ernteten Äpfel.

Mein erster Tag als Apple Picker

Am Morgen vor unserem ersten Arbeitstag war ich dann tatsächlich etwas nervös. Zu oft hatte ich gelesen, wie harte körperliche Arbeit das sei und ich hatte Angst, dass ich einfach zu schwach dafür bin.

Ich stellte mir vor, dass mir gesagt wird, ich sei zu klein und dick, um Äpfel zu pflücken, aber wenn ich wolle, könne ich an den Bäumen schütteln. Ich stellte mir also vor, wie ich den ganzen Tag auf der Obstplantage stehe und Apfelbäume schüttle.

Von meiner eigenen Vorstellungskraft erheitert und beruhigt (Bäume schütteln klingt ja eigentlich ganz nett), machten wir und auf den Weg.

Nahezu gleichzeitig mit uns kam noch ein weiteres Pärchen auf dem Hof an. Auch sie waren beide unerfahren im Apple Picking und hatten ihren ersten Arbeitstag. Ich war beruhight.

Gus, unser Chef begrüßte uns und hörte gar nicht richtig zu, als wir unsere Namen sagten. Dafür nummerierte er uns durch. Ich war Nummer 3 und immerhin das konnte sich Gus gut merken, denn er hat mich niemals mit einer anderen Nummer angesprochen.

Jeder von uns bekam einen Beutel, der vorne am Bauch umgeschnallt wurde. In diesem Beutel wurden die Äpfel zunächst gesammelt, bevor sie in die große Bin (eine große Kiste) gefüllt wurden.  Dann wurde jedem von uns eine Reihe zugeteilt und Gus platzierte uns dort jeweils mit dem Gabelstapler eine Bin.

Die Arbeitsanforderungen als Apple Picker

Die Arbeitsanforderungen waren eigentlich ganz einfach und wurden uns mehrfach anhand von anschaulichen Beispielen erklärt.

Wir sollten nur die schönen und großen Äpfel pflücken. Meine Meinung, welcher Apfel schön und groß genug ist, variierte übrigens alle paar Stunden. Außerdem sollten die Äpfel zu mindestens 50 % rot sein. Die rote Farbe bekommen die Äpfel übrigens durch die Sonne.

Ansonsten ist es noch wichtig, die Äpfel vorsichtig zu pflücken und keine Anlagen für die Blütenknospen des folgenden Jahres zu zerstören. Am Besten man dreht den Apfel etwas nach oben, dann löst er sich in den meisten Fällen von ganz alleine.

Die körperliche Belastung als Apple Picker – So hart ist es wirklich

Die ersten 3-4 Stunden Apple Picking habe ich mit Leichtigkeit hinbekommen. Den umgeschnallten Beutel habe ich nie komplett befüllt, um meinen Rücken weniger zu belasten, aber ansonsten war es körperlich nicht wirklich hart. Klar, ich war die ganze Zeit in Bewegung, aber es war wirklich okay.

Ungefähr eine halbe Stunde nach dieser Erkenntnis merkte ich langsam die ersten Schmerzen in meinen Beinen. Ich wurde immer langsamer und ich spürte einfach, wie kraftlos ich inzwischen war. Ich hatte mich wohl einfach zu früh gefreut.

Insgesamt 10 Stunden waren wir an unserem ersten Arbeitstag auf der Plantage und pflückten einen Apfel nach dem anderen. Am Ende dieses langen und anstrengenden, aber trotzdem irgendwie schönen Arbeitstages, taten meine Beine so unfassbar weh, dass ich kaum noch dazu in der Lage war, zu gehen. Ich fiel einfach tot ins Bett und war in Sekundenschnelle eingeschlafen.

Noch zwei weitere Tage arbeiteten wir als Apple Picker in Pentiction, bevor wir für einen anderen Job wieder nach Vancouver mussten.

Die folgenden Tage auf der Obstplantage waren genauso hart, wenn nicht sogar noch härter. Ich merkte meine körperliche Erschöpfung und anstatt meine eigene Bin zu befüllen, half ich einfach meinem Freund bei seiner und genoss zwischendurch die atemberaubende Aussicht über die Plantagen und den Okanagan Lake.

Wie bei all meinen anderen Jobs, wo körperliche Arbeit involviert war, weiß ich aber, dass es einfach ein paar Tage braucht, bis man sich an die Belastung gewöhnt hat.

Pick, Pick, Pick – So viel verdient man als Apple Picker

Beim Apple Picking wird man meistens pro befüllter Bin bezahlt. Das Gute daran ist, dass es dem Chef dadurch im Prinzip egal ist, wie schnell man arbeitet und man kann in seinem eigenen Tempo arbeiten. Wenn man also gerade eine Pause braucht, dann setzt man sich halt mal eine halbe Stunde hin und entspannt sich. Der eigene Stundenlohn reduziert sich dadurch natürlich.

Wir haben uns vor unserem ersten Arbeitstag ein wenig schlau gemacht und herausgefunden, dass man als Apple Picker ungefähr $22 – $30 pro Bin verdient.

Als uns unser Chef Gus dann sagte, wir würden $25 pro Bin bekommen, war das vollkommen in Ordnung für uns.

Auf dem Foto könnt ihr sehen, wie groß so eine Bin ist. Ich habe an meinem ersten Tag als Apple Picker ungefähr 1,5 Bins geschafft. Zieht man von den 10 Stunden, die ich da war, noch die Mittagspause und die Einführung ab und kommt man damit auf einen grandiosen Stundenlohn von ungefähr $4. Yeahh.

Mein Freund hat um einiges schneller gepflückt und kam immerhin auf einen Stundenlohn von ca. $12. Mit etwas Übung hat er die nächsten Tage aber ca. 1,5 Stunden pro Bin gebraucht, also einen Stundenlohn von knapp $17 erreicht.

Mein Job als Apple Picker – Fazit

Ich war eine miserable Apple Pickerin. Mein Stundenlohn war grottig, die körperliche Anstrengung unglaublich groß und trotzdem würde ich es jederzeit wieder so machen.

Ich habe den Job ja schließlich nicht angenommen, um das große Geld zu machen, sondern um einfach diese Erfahrung zu machen, wie es ist, Apple Picker zu sein.

In so einer Umgebung zu arbeiten war traumhaft schön, die Äpfel waren unglaublich lecker und ich sehe so eine Arbeit jetzt definitiv mit anderen Augen.

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