Roadtrip im Südwesten der USA: Von Los Angeles zum Grand Canyon 1/6

Vier Bundestaaten, über 5000 Kilometer, ein Chevrolet Tahoe und jede Menge Abenteuer: Das war unser Roadtrip im Südwesten der USA.

Dieser Roadtrip war einfach nur der absolute Hammer. Wir haben so viel gesehen und erlebt. Kilometerlange Highways, auf denen man stundenlang keine Menschenseele sieht, zahlreiche Nächte auf unserer Luftmatratze im Kofferraum von unserem geliebten Tahoe, haben unsere Pizza vor Waschbären verteidigt, sind fast in der Wildnis verloren gegangen, haben uns durch die Casinos in Vegas gegambelt, haben einen alten Freund wiedergetroffen, haben bei 40 Grad im Death Valley geschwitzt, am gleichen Tag bei -2 Grad am Mono Lake gefroren, haben Corn Dogs am Santa Monica Pier gegessen, sind den Highway 1 entlanggefahren und haben fast unseren Rückflug verpasst. Und das alles in 16 Tagen.

Unsere Route und unsere Erlebnisse fasse ich hier für euch zusammen. Dazu gibt es noch zahlreiche Tipps, damit auch euer Roadtrip zu einem vollen Erfolg wird.

Unsere Route – ein Highlight nach dem anderen

Los Angeles, Las Vegas und San Francisco, das waren die großen Städte, die die Ecken unseres Roadtrip Dreieckes im Südwesten der USA bildeten. Nach langem Überlegen entschieden wir uns, in Los Angeles unseren Roadtrip zu beginnen und dort auch zu beenden. Die Flüge waren hier am günstigsten und den Mietwagen in einer anderen Stadt zurückzubringen ist meistens um einiges teurer. Hier unsere komplette Route grob im Überblick:

Los Angeles wir kommen – wer braucht schon nonstop?

Mein erster Langstrecken Flug stand vor der Tür. Das erste Mal über den großen Teich, das erste Mal auf einen anderen Kontinent. Ich war ganz schön aufgeregt und froh, meinen Freund an meiner Seite zu haben.

Unser Flug ging früh morgens in Düsseldorf los, von dort aus flogen wir nach Hamburg, wo wir knappe 2 Stunden Aufenthalt hatten. Von Hamburg flogen wir dann weiter nach London und erreichten hier unseren letzten Zwischenstopp, bis es endlich in die USA ging.

Dann hatten wir es endlich geschafft, nach 18 Stunden erreichten wir unser Ziel: Los Angeles.

Auch, wenn es jetzt vielleicht für den ein oder anderen etwas stressig klingen mag, aber mich haben die Zwischenstopps nicht gestört. Wir hatten immer genug Zeit zwischen den Flügen und unser Gepäck wurde automatisch in den Anschlussflieger verfrachtet. Hauptsache, man kommt an.

Liebe auf den ersten Blick – Unser Chevrolet Tahoe

Ich gehöre nun wirklich nicht zu den Menschen, die in irgendeiner Art und Weise von Autos begeistert sind, aber an diesem Abend wurde ich eines Besseren belehrt.

Wir hatten unseren Mietwagen über billiger-mietwagen.de gebucht und uns nach langem Hin und Her für einen Van entschieden, in dem wir genug Platz hatten, auf einer Luftmatratze zu schlafen. Mein Freund hatte allerdings schon die ganze Zeit mit einem Fullsize SUV geliebäugelt und so zahlten wir bei der Mietwagenabholung noch etwas drauf und gingen dann auf den Parkplatz, um unseren treuen Wegbegleiter für die nächsten 16 Tage kennenzulernen.

Und da stand er: sein schwarzer Lack glänzte im Schein des Mondes, er wirkte unfassbar mächtig und kräftig, wie er da auf dem Parkplatz stand. Seine bullige Front löste Ehrfurcht in mir aus und ich wagte es gar nicht darüber nachzudenken, wie es sein würde, diesen Koloss über die Highways der USA zu steuern. Ein Fullsize SUV, der seinem Namen alle Ehre macht. So riesig, dass ich gefühlt meinen Hyundai i10 im Kofferraum parken könnte. Diese Ausmaße waren einfach unvorstellbar. Riesig. Gigantisch.

Ich wusste unser Tahoe würde gut auf uns aufpassen und uns ein sicheres Nachtlager sein. Und auch wir würden gut zu ihm sein, damit wir gemeinsam einen unvergesslichen Roadtrip erleben. Wir setzten uns in den Wagen, nachdem wir gefühlte 10 Minuten gebraucht hatten, ihn einmal zu umrunden und grinsten uns an. Das würde ein Spaß werden.

Unser erster Halt: Hollywood

Für die erste Nacht haben wir uns ein Zimmer im Dunes Inn – Sunset in Hollywood gemietet. Es war nichts Besonderes, aber ein gutes und zweckmäßiges Hotel für eine Nacht. Wir kamen an und checkten erst einmal in unser Zimmer ein. Im Zimmer angekommen überkam uns die Müdigkeit. Wir hatten beide auf dem Hinflug nicht schlafen können und zu deutscher Zeit war es bereits wieder früh morgens.

Also entschieden wir uns, erst mal mit unserem Tahoe eine Runde durch Hollywood zu fahren und die Gegend zu erkunden. Schlafen konnte man später immer noch.

Wir fuhren den Sunset Blvd und den Hollywood Blvd entlang, vorbei am Walk of Fame, am Dolby Theater und an weiteren Sehenswürdigkeiten.

Teilweise fühlten wir uns einfach wie auf einer Partymeile, die Sehenswürdigkeiten waren teilweise schon ganz cool, aber so richtig hat uns Hollywood nicht beeindruckt. Für einen wirklichen Eindruck hat meiner Meinung nach aber die Zeit auch einfach nicht gereicht, deswegen möchte ich hier jetzt nichts schlecht reden.

Los Angeles: Durch die Hollywoods Hills

Am nächsten Tag ging es als erstes zum Walmart, wir mussten uns für unsere nächsten Nächte eine Luftmatratze und natürlich etwas Roadtrip Proviant besorgen. Was sonst noch wichtig für einen Roadtrip ist, kannst du hier lesen: 11 Tipps für einen gelungenen Roadtrip.

Dann fuhren wir den Mulholland Drive entlang, durch die Hollywood Hills. Mein Fazit dazu: kann man, muss man aber nicht.

Los Angeles: Corn Dogs essen am Santa Monica Pier

Von den Hollywood Hills ging es zum Santa Monica Pier, wo wir unseren Tahoe am Lot 1 South Short Term Parking parkten. Parkplätze gibt es hier auf beiden Seiten des Piers ausreichend.

Wir deckten uns mit Corn Dogs ein und gingen auf den Pier, wo sich übrigens das offizielle Ende der Route 66 befindet.

Die Atmosphäre war einfach der Hammer. So hatte ich mir das vorgestellt, kalifornische Sonne, der Pazifik, dazu jede Menge Menschen auf dem Pier und überall gab es etwas zu entdecken.

Wir schlenderten durch den Pacific Park, der den typischen Santa Monica Bildern immer sein Riesenrad und seine Achterbahn zur Verfügung stellt und genossen unseren ersten richtigen Urlaubstag.

Am Rande des Piers sah ich einige Angler stehen, die seelenruhig ihre Angelrute ins Meer hielten. Ein wirklich schöner Kontrast zu dem ganzen Trubel.

Von Los Angeles nach Las Vegas

Das sollte es auch schon wieder von Los Angeles gewesen sein, wir hatten schließlich viele Ziele auf unserem Roadtrip im Südwesten der USA. Also fuhren wir über den Highway 15 knappe fünf Stunden nach Las Vegas.

Ich schlief immer wieder auf der Fahrt ein, glücklicherweise saß ich nicht am Steuer. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich ehrlich gesagt noch nicht getraut, den Tahoe zu bezwingen.

Irgendwann weckte mich mein Freund, so dass ich den Moment, in dem Vegas am Horizont aufleuchtete, genießen konnte. Es war wirklich beeindruckend. Ein wahres Lichtermeer erschien in der Ferne und die Vorfreude stieg an. Da war es, Las Vegas! So richtig realisieren konnte ich es noch nicht. Riesige Leuchtreklamen schmückten den Highway aus und hießen uns in Las Vegas willkommen.

Hier noch einige Tipps zu Las Vegas: Las Vegas für Anfänger: 6 Dinge, die du wissen solltest

Welcome to Fabulous Las Vegas

Wir fuhren mehrere Mal den Strip entlang und konnten einfach nicht alles aufsaugen, was es dort zu entdecken gab. Las Vegas stand nie ganz oben auf meiner Bucket List, aber hätte ich gewusst, wie geil es ist, hätte es definitiv einen Platz weiter oben bekommen.

Ja klar, es ist irgendwie eine künstliche Glitzerstadt, aber trotz allem hat sie eine Menge Charme und ich war höchst beeindruckt.

Wir parkten unseren geliebten Tahoe beim Excalibur, um dort das erste Mal eines der legendären Las Vegas Casinos zu betreten.

Wir setzten uns an Automaten, die wir nicht wirklich verstanden und bestellten Bier bei der Kellnerin. Wenn du in den Casinos spielst kannst du nämlich gratis Getränke bestellen, jedoch ist es angebracht, der Kellnerin dafür ein kleines Trinkgeld zu geben.

Die Automaten selbst kann man mit Bargeld benutzen. Der Restbetrag/Gewinn wird einem dann in Form eines Cashout Voucher ausgezahlt, den man dann an einem Automaten oder Schalter wieder gegen Bargeld eintauschen oder wahlweise bei einem anderen Automaten benutzen kann.

Sonnenaufgang in Vegas – eigentlich wollten wir ja schlafen gehen

Inzwischen hatten wir bereits so viel Zeit in Vegas verbracht, dass die Sonne wieder aufging. Eigentlich wollten wir ja schlafen gehen und das erste Mal unsere luxuriöse Luftmatratze austesten, aber dafür war alles viel zu aufregend.

Somit entschieden wir uns, die Nacht komplett durchzumachen und uns direkt auf den Weg zu unserem nächsten Ziel zu machen, dem Grand Canyon.

Meine Highlights – Von Los Angeles zum Grand Canyon

Santa Monica Pier: Das typische Kalifornien-Feeling, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wirklich schön, unbedingt einen Zwischenstopp einlegen.

Las Vegas: Definitiv sehenswert und echt beeindruckend. Wenn ihr die Chance habt, schaut es euch unbedingt an.

Du möchtest wissen, wie es weiter geht? Dann bitte einmal hier entlang: Roadtrip im Südwesten der USA: Vom Grand Canyon zum Antelope Canyon 2/6

 

Beitrag teilen: