Ibiza ohne Hotel: Ein Roadtrip der besonderen Art

Eigentlich hatten meine Freundin Jessy und ich gar keinen Roadtrip auf Ibiza geplant, aber wie das Leben nun einmal so spielt, ist es dann doch einer geworden. Dieses Mal haben wir den Begriff Roadtrip wörtlich genommen und das Hotel gegen ein Auto eingetauscht. Klingt jetzt erstmal komisch, hat aber funktioniert.

Aber erst mal auf Anfang: Wir hatten ein verlängertes Wochenende geplant, das Ziel sollte eher im Süden liegen und wir wollten möglichst wenig ausgeben. Ich durchforstete mal wieder die Flugsuchmaschinen und siehe da, Ibiza sollte es sein. Die Flüge waren günstig und wir beide waren noch nie dort gewesen. Ein paar Daten eintragen hier und ein bisschen klicken da und die Flüge waren gebucht. Ibiza wir kommen!

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich immer einfach die Flüge gebucht, ohne mir vorher Gedanken über eine Unterkunft zu machen, denn eine günstige Unterkunft zu finden, wenn man keine hohen Ansprüche hat, sollte nicht das Problem sein. Aber genau das war dieses Mal leider das Problem.

Auto statt Hotel: Wir machten aus der Not eine Tugend

Wir hatten Hauptsaison und selbst ein Zimmer im Hostel war ziemlich teuer oder es war alles schon ausgebucht. Wir prüften sämtliche Möglichkeiten, schauten bei Airbnb oder auf Campingplätzen. Wenn es etwas gab, war das so weit ab vom Schuss, dass wir uns einen Mietwagen hätten besorgen müssen, um flexibel genug sein zu können. Wir wollten ja auch schließlich etwas von der Insel sehen.

Da kam mir der Gedanke, wieso nicht einfach etwas mehr für einen Mietwagen ausgeben? Wieso nicht einen Mietwagen nehmen, der groß genug ist, dass man darin bequem schlafen kann? Ja, wieso eigentlich nicht?! Die Idee für unseren Roadtrip auf Ibiza inklusive Übernachten im Auto war geboren.

Die Wahl des Mietwagens

Wir prüften sämtliche Angebote und entschieden uns schlussendlich einen Kombi zu mieten. Laut unseren Recherchen sollte darin genug Platz sein, um auf der Liegefläche von Kofferraum und umgeklappter Rücksitzbank bequem zu schlafen.

Eine Luftmatratze wollten wir nicht mitnehmen, da wir sowieso nur mit Handgepäck geflogen sind und wir einfach keinen Platz gehabt hätten. Wir brauchten ja schließlich noch unsere Schlafsäcke und unsere Strandtücher, damit waren unsere Rucksäcke schon nahezu ausgefüllt.

Unser Mietwagen und Hotelersatz: Platz ist im kleinsten Auto

Nachdem wir voller Vorfreude, bestückt mit unseren schönsten Sonnenhüten auf Ibiza gelandet sind, ging es weiter zur Mietwagenabholung. Dort wartete dann die nächste Überraschung auf uns: Es gab leider keinen Kombi. Als Alternative haben wir dann einen Nissan Qashqai angepriesen bekommen, „der ja eigentlich eine höhere Kategorie ist“. Das hat uns in diesem Fall ja leider auch nicht weitergeholfen hat, da ein Kombi einfach die bessere Liegefläche bietet.

Aber was sollten wir machen? Wir wollten unseren Urlaub doch endlich beginnen und uns nicht mit der Mietwagenabholung stundenlang aufhalten. Wir bekamen also den Nissan Qashqai als Mietwagen und unser Roadtrip auf Ibiza konnte beginnen.

Sonne, Strand und Entspannung: Mädelswochenende auf Ibiza

Für uns war dieser Urlaub hauptsächlich zur Erholung gedacht, wir wollten ein bisschen am Strand herumliegen, möglichst viel von der Insel sehen und einfach ein richtig schönes Mädelswochenende verbringen.

Wir fuhren also meistens entspannt (manchmal war ich bei den engen Straßen auch etwas unentspannt) über die Insel und schauten uns die verschiedensten Strände an. An manchen dieser Strände waren wir nur kurz, an einigen lagen wir ein paar Stunden faul herum.

Die 3 schönsten Strände auf Ibiza

Nachdem wir auf unserem Roadtrip auf Ibiza einige Strände gesehen haben, möchte ich euch jetzt hier meine 3 Lieblingsstrände kurz vorstellen.

Cala Comte: Karibikfeeling pur

Das türkisblaue und kristallklare Wasser machen diesen Strand für mich zu einem absoluten Traumstrand. Es gibt zwei breite Sandstreifen, das Cafe Sunset Ashram und einen riesigen Parkplatz. Diesen haben wir auch direkt für uns genutzt und mit Blick auf’s Meer in unserem Auto geschlafen.

Einige andere Camper haben das genauso gemacht und so haben wir uns hier auch sehr sicher gefühlt. Außerdem gibt es am Strand natürlich auch eine Toilette, ein großer Vorteil für die Übernachtung im Auto. Aber das Beste ist es einfach, morgens aufzuwachen und das Meer direkt vor der Nase zu haben. Traumhaft!

Cala d’Hort: Atemberaubende Aussicht

Das Besondere an diesem Strand ist der fantastische Blick auf die kleine Insel Es Vedrà, die sich nur einige hundert Meter von der Küste entfernt befindet. Das Parken kann hier allerdings schon etwas schwierig werden. Wir waren relativ spät am Strand und hatten somit Glück, noch einen Parkplatz zu ergattern.

Las Benirràs: Sonnenuntergang mit Trommelmusik

Der Strand liegt im Norden der Insel und war mein absoluter Favorit bei unserem Roadtrip auf Ibiza. Die ganze Atmosphäre ist irgendwie etwas besonderes. Als wir da waren, gab es dort auch einen kleinen Hippie-Markt. Dieser findet dort wohl jeden Sonntag statt, in der Hauptsaison allerdings auch dienstags und freitags. Wir waren allerdings hauptsächlich hier, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen.

Dieser wurde von einer Gruppe Trommlern und tanzenden Hippies begleitet und hatte dadurch wirklich etwas Magisches. Als die Sonne untergegangen war, gab es einen riesigen Applaus, so was habe ich noch nicht erlebt. Ich fand es ein bisschen seltsam und fragte mich, ob die Menschen das dann jeden Abend so machen?

Danach haben wir dann noch im Restaurant Roca Y Mar etwas gegessen. Das Restaurant liegt direkt am Strand Las Benirràs und war somit für uns der einfachste Weg unseren Hunger zu stillen.

Übernachten im Auto: Meine besten Tipps

    •  Die Wahl des Mietwagens: Das Übernachten im Auto hat eigentlich ganz gut geklappt. Es war schon etwas beengt, aber ich war abends immer so platt, dass ich problemlos einschlafen konnte. Meine Freundin allerdings ist etwas größer als ich und hatte Schwierigkeiten, die optimale Schlafposition zu finden
    • Die Wahl der Parkplätze: Die erste Nacht haben wir in Ibiza-Stadt nahe der Carrer des Surets auf einem Parkplatz verbracht. Das ging problemlos. In der zweiten Nacht hatten wir unser Auto wie bereits oben erwähnt am Cala Comte geparkt. Das war der beste Übernachtungsplatz, direkt am Strand und mit vielen anderen Campern. Die dritte und letzte Nacht haben wir unser Auto nahe dem Restaurante La Escollera auf einem Parkplatz geparkt. Hier waren wir auch ziemlich nah am Strand und konnten somit abends noch in Ruhe am Strand ein Gläschen Wein trinken, da ja niemand mehr fahren musste.
    • Praktische Tipps für die Übernachtung: Ich hatte mir einen Schlafsack eingepackt, was bei den hohen Temperaturen definitv unnötig war. Daraufhin habe ich mich mit einfach mit einem großen Mikrofaser Handtuch zugedeckt. Ich brauchte schließlich etwas zum Zudecken, damit es auch kuschelig genug ist.
    • Was du sonst noch wissen solltest: Wenn du im Auto übernachtest, hast du natürlich das Problem kein Badezimmer zu haben. Von daher sucht euch am besten Parkplätze, wo in der Nähe eine Toilette ist, ansonsten ist Wohl oder Übel Wildpinkeln angesagt. Das Duschen ist im Sommer natürlich um einiges einfacher. Hier bietet nahezu jeder Strand eine Möglichkeit.

Fazit zu meinem Roadtrip auf Ibiza:

Ibiza hat wirklich einiges zu bieten, aber so richtig hat mich die Insel irgendwie nicht überzeugen können. Ich kann noch nicht einmal genau sagen, woran es gelegen hat, da wir wirklich viel Schönes gesehen haben, aber die Insel war natürlich zur Hauptsaison auch ziemlich überfüllt.

Das Übernachten im Auto fand ich wirklich unfassbar praktisch, da wir dadurch sehr flexibel waren und spontan entscheiden konnten. Denn genau das macht so einen gelungenen Roadtrip für mich aus. Du brauchst noch Tipps für deinen nächsten Roadtrip? Dann lies doch meinen Beitrag 11 Tipps für einen gelungenen Roadtrip.

Was sind eure Erfahrungen mit einem Urlaub auf Ibiza? Sollte ich der Insel noch eine Chance geben?

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