Work and Travel Kanada – Mein Job auf dem Vancouver Christmas Market

Work and Travel Kanada – Mein Job auf dem Vancouver Christmas Market

Du bist gerade auf Jobsuche? Wie wäre es denn mit einem Job auf dem Vancouver Christmas Market?

Der Vancouver Christmas Market mitten in Downtown gelegen, versprüht Plätzchenduft und Weihnachtsmusik. Ich mag Weihnachten und so entschied ich, mich für einen Job auf dem Vancouver Christmas Market zu bewerben. Gesagt, getan und schon wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Alles Wichtige zum Job auf dem Vancouver Christmas Market habe ich hier für dich zusammengefasst.

Weitere allgemeine Infos zum Vancouver Christmas Market gibt es hier: Vancouver Christmas Market – Weihnachtsmarktfeeling an der Pazifikküste

Die verschiedenen Jobs im Überblick

Es gibt insgesamt drei verschiedene Jobs, für die du dich auf dem Christmas Market bewerben kannst. Die Jobs beginnen Anfang/Mitte November. Hier eine kurze Übersicht, damit du den für dich passenden Job findest.

Guest Service

Der Job im Guest Service besteht wiederum aus vier verschiedenen Positionen, für die du eingeteilt werden kannst. Dazu gehören Greeter, Ticketverkauf, Karussell und Information. Der Job kann somit sehr abwechslunsgreich sein, je nachdem für welche Positionen du eingeteilt wirst. Ich habe mich für den Job im Guest Service entschieden und werde weiter unten noch genauer auf die einzelnen Positionen eingehen.

Food & Beverage

Der Job im Food & Berverage besteht aus dem Zubereiten und Servieren von Glühwein, Kuchen und Co. Im Normalfall wechselst du die verschiedenen Hütten je nach Bedarf und hast somit auch etwas Abwechslung. Jede Hütte hat einen eigenen Supervisor und zu den Aufgaben gehört auch das Öffnen und Schließen der Hütte, inklusive aufräumen, putzen und aufstocken.

Für den Job im Food & Beverage benötigst du das Food Safe 1 Zertifikat (Infos dazu hier: Food Safe) sowie das Serving It Right Zertifikat. (Infos dazu gibt es hier: Work and Travel Kanada: So bekommst du dein Serving It Right Zertifikat)

Hausmeister

Als Hausmeister bist du mehr oder weniger Mädchen für alles und hilfst überall auf dem Weihnachtsmarkt. Sei es ein Hüttendach zu reparieren, Wassercontainer aufzufüllen oder dafür zu sorgen, dass alle Lichter leuchten. Der Job als Hausmeister beginnt ca. 2 Wochen vor Öffnung des Weihnachtsmarktes mit dem Aufbau des kompletten Markets inklusive Hütten, Beleuchtung und Dekoration. Nach Ende des Marktes bist du dann auch für den Abbau mitverantwortlich. Als Hausmeister hast du definitiv den Job, der körperlich am Meisten einfordert.

So bewirbst du dich

Die Bewerbung für einen Job auf dem Vancouver Christmas Market ist ziemlich einfach, hierzu gehst du einfach auf die Website vancouverchristmasmarket.com unter ABOUT,  GET INVOLVED und dann auf JOB POSTINGS. Hier der direkte Link zu den Jobs. Es folgt eine Beschreibung der verschiedenen Jobs und am Ende der Seite ein Bewerbungsformular, welches du direkt ausfüllen kannst.

Das Vorstellungsgespräch

Wenn deine Bewerbung gut angekommen ist, wirst du zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Mein Vorstellungsgespräch war ziemlich locker und nett. Ich sollte ein bisschen etwas über mich erzählen und dann von einer Situation berichten, wo ich einmal vor einem schwierigen Problem stand und es schlussendlich trotzdem lösen konnte. Noch während des Gespräches habe ich die Zusage für den Job bekommen und konnte direkt den Arbeitsvertrag vor Ort unterschreiben.

So läuft die Einarbeitung

Wann die Einarbeitung statt findet steht bereits bei den Stellenbeschreibungen. Noch vor der Einarbeitung bekam ich bereits einige Informationsmaterialien zugesendet, die vorher durchgearbeitet werden sollten. Meine Einarbeitung startete direkt am Weihnachtsmarkt. Zuerst musste ich noch ein paar Dokumente unterschreiben, damit ich auch Schichten von mehr als 8 Stunden arbeiten durfte. Danach bekam jeder eine rote Jacke ausgehändigt, die während des gesamten Weihnachtsmarktes als Arbeitskleidung dient. Lasst euch lieber eine Nummer größer geben, damit ihr viele Schichten darunter anziehen könnt. Anschließend folgt eine Einweisung in die verschiedenen Positionen. Die restliche Einarbeitung verbringt man mit allem was noch so zu tun ist auf dem Weihnachtsmarkt, Sachen herumschleppen, dekorieren, usw. Außerdem hatten wir die Möglichkeit das Kassensystem auszuprobieren und das Karussell zu testen.

Die Aufgaben im Guest Service

Wie bereits oben erwähnt gibt es im Guest Service vier verschiedene Positionen, die dir zugeteilt werden können. Innerhalb des Teams gibt es jedoch die Möglichkeit untereinander zu tauschen, wenn alle einverstanden sind.

Greeter

Die Aufgabe des Greeters besteht darin, Präsenz vor dem Weihnachtsmarkt zu zeigen (möglichweise mit einem langen Holzschild auf dem Rücken) und dort als Ansprechpartner für (potentielle) Weihnachtsmarktbesucher zu dienen. Der Greeter steht mit Rat und Tat zur Seite, erklärt mit welchem Ticket man in welcher Schlange stehen sollte, wo der nächste Bankautomat ist oder einfach nur, was überhaupt da drinnen so los ist.

Als Greeter bist du der erste Ansprechpartner, somit auch potentiell der Erste, der Kritik zu hören bekommt. Hier solltest du immer freundlich bleiben. Außerdem muss der Greeter bei großem Andrang die Menschenmassen außerhalb des Weihnachtsmarkets koordinieren.

Der Job ist insbesondere bei Kälte und Regen der Unbeliebteste bei allen Positionen im Guest Service, aber trotz allem kein schlechter Job. Bei Kälte einfach herumlaufen, bei Langeweile Leute ansprechen und wenn es viel zu tun gibt, ist der Tag sowieso unglaublich schnell vorbei.

Ticketverkauf

Der Ticketverkauf war meine Lieblingsposition. Man steht meistens zu zweit in einer Tickethütte, was bedeutet, dass es bei Langweile jemanden zum Quatschen gibt und bei Rückfragen direkt jemand da ist. Sollten weitere Fragen auftauchen ist allerdings auch immer ein Supervisor da, den man per Walkie Talkie um Hilfe bitten kann. Der Ticketverkauf findet auschließlich mit Bargeld statt oder es müssen bereits vorhandene Tickets gescannt werden. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, die man beachten muss, diese werden sich aber nach und nach ins Gedächtnis einbrennen und irgendwann hat man den Dreh raus.

Karussell

Die Position am Karussell ist wohl die verantwortungsvollste, aber auch eine der Besten. Du koordinierst alle die Karussell fahren wollen, sammelst die Chips ein, erklärst alle 5 Minuten jemandem, wo man die Chips kaufen kann und kontrollierst ob jeder, insbesondere jedes Kind, einen festen Sitz und alles seine Ordnung hat. Es ist in deiner Verantwortung, dass nichts passiert. Mit deinem Fuß bringst du das Karussell in Fahrt und jetzt heißt es lächeln und winken. Es gibt nichts Schöneres, als zuzusehen, wie glücklich Kinder und auch Erwachsene beim Karussell fahren sind.

Information

Die Position in der Information wechselt sich mit der Position am Karussell ab, damit nicht eine Person die ganze Zeit draußen am Karussell stehen muss. Die Information war der einzige Ort, wo es einen Stuhl gab, auf den man sich setzen konnte sowie einen kleinen Heizstrahler. Das macht diese Position sehr attraktiv. Ansonsten musst du Chips für das Karussell verkaufen, sämtliche Fragen beantworten, bist das Fundbüro und Merchandise Verkäuferin.

Die Arbeitskollegen

Die Arbeitskollegen waren unglaublich nett, ich habe einige tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich auch heute noch Kontakt habe. Viele der Kollegen haben auch Work & Travel gemacht und waren hauptsächlich aus Deutschland.

Das Trinkgeld

Trinkgeld gab es für den Guest Service keins. Die Mitarbeiter aus dem Food & Beverage haben das komplett gesammelte Trinkgeld der verschiedenen Hütten aufgeteilt und sogar die Hausmeister bekamen eine kleine Beteiligung.

Die Arbeitszeiten

Die Schichten im Guest Service begannen um 11:15 Uhr und endeten um 21:45 Uhr, wenn man eine lange Schicht hatte. Je nach zugeteilter Schicht hab ich an manchen Tagen aber auch erst um 14 Uhr oder später angefangen.

So läuft die Zeiterfassung

Die Zeiterfassung läuft über When I Work. Hier am Besten die App herunterladen, so dass du dich eigenständig ein- und ausloggen kannst. Außerdem kannst du mit der App noch offene Schichten belegen.

Was du sonst noch wissen solltest

Der Job kann ziemlich hart sein. Es gibt Tage, da arbeitet man fast 11 Stunden in der Kälte, allerdings ist das reine Gewöhnungssache. Dicke Socken sind aber dringend zu empfehlen.

Ich hatte zu Beginn Angst, dass ich Schwierigkeiten mit dem langen Stehen habe, aber trotz anfälligem Rücken hatte ich keine Probleme.

Das Wetter bestimmt deine Arbeitsstunden und somit auch deinen Verdienst auf dem Weihnachtsmarkt. Bei schlechtem Wetter und wenig Besuchern werden die Mitarbeiter früher nach Hause geschickt oder auch mal Schichten abgesagt.

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, direkt bei einem der Aussteller vor Ort zu arbeiten. Hierzu einfach mal bei Facebook (z.B. in der Gruppe JOBS *VANCOUVER BC*) oder auf Craigslist nachschauen.

Fazit

Ein wirklich cooler abwechslungsreicher Job, wer allerdings Schwierigkeiten mit Regen, Kälte und langem Stehen hat, der sollte sich lieber einen anderen Job für die Weihnachtszeit suchen.

Hier gibt's noch mehr über Kanada:

Vancouver Christmas Market – Weihnachtsmarktfeeling an der Pazifikküste

Vancouver Christmas Market – Weihnachtsmarktfeeling an der Pazifikküste

Wenn mitten in Downtown Vancouver auf einmal „Oh Tannenbaum“ aus den Lautsprechern tönt, dann ist es wieder soweit, der Vancouver Christmas Market hat geöffnet. Während meines Work & Travel Jahres in Kanada habe ich dort gearbeitet und so aus erster Hand erfahren, wie denn so ein Weihnachtsmarkt im schönen Kanada ist.

Infos zu meinem Job kannst du hier nachlesen: Work and Travel Kanada – Mein Job auf dem Vancouver Christmas Market

Bist du nur als Besucher auf dem Weihnachtsmarkt, geb ich dir hier jetzt einen Überblick, was dich erwartet.

Die wichtigsten Infos zum Vancouver Weihnachtsmarkt

 

Beginn und Öffnungszeiten

Der Weihnachtsmarkt ist täglich vom 20.11. bis zum 24.12.2019 geöffnet. Die Öffnungszeiten sind von 11:30 Uhr bis 21:30, ausgenommen den 24.12., wo der Markt bereits um 18 Uhr schließt.

 

Hier findet der Weihnachtsmarkt statt

Der Vancouver Weihnachtsmarkt befindet sich am Olympic Cauldron am Jack Poole Plaza und ist durch seine zentrale Lage super durch den Skytrain (Haltestellen Burrard oder Waterfront) zu erreichen.

 

Eintrittspreise für den Weihnachtsmarkt

Der Besuch des Vancouver Weihnachtsmarktes ist kostenpflichtig, was auch immer wieder von Gästen kritisiert wird. Die genauen Preise könnt ihr hier nachlesen: ADMISSIONS. Sie reichen von 8$ -15$ pro Person, was in Anbetracht der ebenfalls hohen Preise auf dem Markt ganz schön viel ist.

 

Das hat der Weihnachtsmarkt zu bieten

Der Markt ist relativ überschaubar, aber trotz allem gibt es allerhand zu entdecken. Dabei zeigt sich das typische Weihnachtsmarktbild mit Fressbuden und allerhand Verkaufsständen, wo es von Seife, über Tee und Mützen, bis hin zum wirklich beliebten Käthe Wohlfahrt Laden, eine wirklich bunte Mischung gibt. Perfekt zum Bummeln und Stöbern.

Ansonsten gibt es im Eingangsbereich noch ein Karussell (auch für Erwachsene) und ein Iglu, in dem Kinder malen und basteln können. Die Tickets für das Karussell kannst du an der Information kaufen.

Was muss ich sonst noch wissen?

Der Eintritt, sofern das Ticket nicht vorher online gekauft wurde, kann nur bar bezahlt werden. Rechts vom Eingang befindet sich allerdings ein Geldautomat. Auf dem Markt gibt es auch Stände, an denen mit Karte gezahlt werden kann, dass ist aber auch nicht bei allen so. Also am Besten ausreichend Bargeld einstecken.

Wer noch mit einem Kaffee Becher von Starbucks, Tim Hortons und Co. herumläuft, wird am Eingang von der Security gebeten, diesen zu entsorgen. Getränke und Essen von außerhalb des Marktes sind nämlich nicht gestattet.

Wie bereits erwähnt sind die Preise auf dem Weihnachtsmarkt ganz an Vancouver angepasst und ziemlich hoch. Ein entspannter Abend auf dem Vancouver Weihnachtsmarkt kann somit inklusive Eintritt, Glühwein und Bratwurst schnell bei über 25 $ liegen.

Mein Ticket-Tipp für den Vancouver Weihnachtsmarkt

Die günstigste Möglichkeit, den Weihnachtsmarkt zu besuchen hast du, wenn du dir ein Early Bird Ticket (Montag-Freitag vor 14 Uhr) direkt an der Kasse für 8$ kaufst, dann zusätzlich 1$ bezahlst und das Ticket auf einen Season Pass upgradest. Mit diesem Season Pass kannst du dann jederzeit so oft du möchtest den Markt besuchen. Also einfach vorher mal vorbeilaufen, Ticket kaufen und dann zur Dämmerung mit dem vorhanden Ticket wiederkommen.

Solltest du diese Möglichkeit nicht haben, kannst du beim Kauf von Online Tickets sparen.

Vancouver Weihnachtsmarkt – Fazit

Wenn man die hohen Preis ignoriert, ein warmer Glühwein die Hände wärmt und Weihnachtsmusik erklingt, ist es fast wie Zuhause, im good old Germany.

Unterwegs auf dem Fundy Trail Parkway – alles, was du wissen musst

Unterwegs auf dem Fundy Trail Parkway – alles, was du wissen musst

Zwischen St. Martins und dem Fundy Nationalpark in der kanadischen Provinz New Brunswick liegt der 30 km lange Fundy Trail Parkway, der immer wieder traumhafte Aussichten auf die Bay of Fundy bietet.

Bay of Fundy, noch nie gehört? Hierbei handelt es sich um eine Bucht, die zwischen Nova Scotia und New Brunswick liegt und ca. 220 km lang und bis zu 60 km breit ist. Bekannt ist diese Bucht für ihren außergewöhnlich hohen Tidenhub, der mit bis zu 16 Metern zu den Höchsten der Welt gehört. Das solltest du dir unbedingt mal anschauen. Damit du bei deiner Reiseplanung für den Fundy Trail Parkway alle wichtigen Infos hast, gibt es hier jetzt alles, was du wissen musst.

Der Fundy Trail Parkway – so kommst du dahin

Aktuell beschränkt sich der Parkway auf eine Strecke von 30 Kilometern, allerdings soll er in den nächsten Jahren erweitert werden. Die nächste Teilstrecke sogar bereits 2020. Der Parkway ist somit aktuell eine Sackgasse, d.h. am Ende (bei Parkplatz P15) ist die Straße abgesperrt und es ist somit kein Weiterkommen möglich. Den Eingang zum Parkway findest du bei St. Martins, hier der Link zu Google Maps. Hier musst du auch den Eintritt bezahlen und bekommst eine Übersichtskarte.

Die Kosten für den Parkway betragen 9,50 CAD pro Person (Stand: Mai 2019), für das Auto muss nicht extra gezahlt werden. Fahrradfahrer und Fußgänger können den Fundy Trail Parkway gratis besuchen. Der Parkway hat von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet. Die entsprechenden aktuellen Öffnungszeiten könnt ihr auf der Website des Parkways nachlesen. Hier der Link für euch.

Tipp für alle Camper: Den Abend vorher am Leuchtturm am Quaco Head wildcampen.

Der Fundy Trail Parkway – das hat er zu bieten

Der Parkway bietet insgesamt 4 Wasserfälle, 21 Aussichtspunkte und 19 Wanderwege in verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgraden, die allerdings auf der ziemlich verwirrenden Übersichtskarte nicht ersichtlich sind. Darüber hinaus bietet der Parkway noch 5 Strände, 14 Aussichtsplattformen, eine Hängebrücke, ein Info Center und zahlreiche Picknickplätze, die sich an den meisten Aussichtspunkten befinden. Die komplette Übersichtskarte gibt es auch hier online zu sehen.

Der Fundy Trail Parkway – meine Highlights

An dem Morgen, vor unserem Besuch des Fundy Trail Parkways habe ich mich mit einer Einheimischen unterhalten, die mir den ultimativen Tipp gab, zuerst einmal bis zum Ende des Parkways zu fahren und sich dann in Richtung Ausgang fahrend alles anzuschauen. Grund dafür sei, dass der Parkway am Ende besonders schön ist und wir das auf keinen Fall verpassen sollten. Wir haben ihren Tipp beherzigt und ich kann es genauso als meinen Tipp Nr. 1 weitergeben, denn am Ende des Tages hatten wir keine Zeit mehr, komplett alle Aussichtspunkte anzuschauen.

Deswegen gibt es hier gleich meinen Tipp Nr. 2: Plane genug Zeit ein, d.h. wirklich mindestens einen kompletten Tag. Je nach Anzahl der Wanderungen auch gerne zwei oder mehr Tage. Die Aussichten sind traumhaft schön und sollten in aller Ruhe genossen werden.

Schon geht’s weiter mit Tipp Nr.3: Plane unbedingt ein Picknick am Martin Head Lookout ein, meine ungeschlagene Nr. 1 der verschiedenen Aussichtspunkte. Am besten bereitest du direkt ein 3-Gänge-Menü vor, denn der Big Salmon River Lookout und der Melvin Beach Lookout sind ebenfalls erste Sahne.

Bei den Hiking Trails haben wir uns für den 1,4 km (Hin- und Rückweg) langen Weg zu den Long Beach Brook Falls entschieden. Eine nette kurze Wanderung zu einem kleinen Wasserfall, der im Sommer garantiert als super Erfrischung herhalten kann. Zu Beginn ist der Trail relativ einfach, am Ende wird er allerdings etwas anspruchsvoller. Ich fand die Wanderung und den Wasserfall ganz nett, mehr aber auch nicht. Im Nachhinein hätte ich die Zeit lieber noch für andere Dinge am Fundy Trail Parkway genutzt.

Der Fundy Trail Parkway – Mein Fazit

Der Parkway ist gepflegt, die Straßen frei von Schlaglöchern und die Aussichten gigantisch. Das macht den Fundy Trail Parkway für mich zu einem absoluten Muss für jeden, der an der Bay of Fundy in New Brunswick unterwegs ist.

Unterwegs in Ontario: Warum sich ein Besuch im Algonquin Provincial Park lohnt

Unterwegs in Ontario: Warum sich ein Besuch im Algonquin Provincial Park lohnt

Mit einer Fläche von über 7630 Quadratmetern hat der Algonquin Provincial Park als ältester Provincial Park der kanadischen Provinz Ontario einiges zu bieten. Ob Tagesausausflug oder Campen, Wandern oder Radfahren, Angeln oder Kajak fahren, hier findet jeder seine perfekte Beschäftigung. Wir haben uns auf unserem Roadtrip durch Kanada für einen Tagesausflug in den Algonquin Provincial Park entschieden und haben es nicht bereut.

!Tipp: Die Nächte vor bzw. nach dem Tag im Park haben wir in Huntsville bzw. Whitney wild gecampt.

Der Algonquin Provincial Park im Überblick

Durch seine Nähe zu Toronto (ca. 300 km) und Ottawa (ca. 280 km) ist der Park das perfekte Ziel für eine Kombination mit einem Städtetrip. Durch den Park hindurch führt der Highway 60 und bietet auf 56 km zahlreiche Zwischenstopps. Am Rand dieser 56 km langen Strecke wird der Park durch das West und das East Gate eingegrenzt. Hier gibt es die Möglichkeit, sich über den Park zu informieren, eine Übersichtskarte zu bekommen und sich die Park Permit, also das Ticket für den Park zu kaufen. Bezahlt wird pro Fahrzeug, die Kosten betragen für einen Tagespass zwischen 14,50 CAD und 17,00 CAD. Wir haben am West Gate 17 CAD bezahlt, aber kurz vor dem Eingang steht auch ein Ticketautomat, den ich leider erst beim Herausgehen gesehen habe. Vielleicht bekommt ihr hier das Ticket zu einem günstigeren Preis.

!Tipp: Wer nur durch den Park hindurch fährt, der braucht keine Park Permit.

Wildlife im Algonquin Provincial Park

Über 50 verschiedene Säugetierarten, über 30 Reptilien- und Amphibienarten (alle ungiftig) und 140 Vogelarten leben im Park. Wer wie ich ein riesiger Elch-Fan ist kann sich freuen, denn der Park ist für seine große Anzahl an Elchen bekannt. Wir hatten Glück und haben im Laufe des Tages drei Elche sehen können. Ansonsten gibt es noch ca. 2000 Schwarzbären, Wölfe und Füchse im Park, die sich allerdings erfolgreich vor uns versteckt haben. Dafür gab es ein paar Schlangen und jede Menge Schildkröten zu sehen.

!Tipp: Insbesondere im Mai/Juni sind die Chancen gut, Elche entlang des Highways 60 zu sehen, da sie das salzige Wasser (vom Streuen im Winter) aus den Straßengräben trinken.

Wandern im Algonquin Provincial Park

15 verschiedene Wanderwege, die an verschiedenen Stellen entlang des Highway 60 beginnen, bieten ausreichend Möglichkeiten, den Park zu erkunden. Von dem 1 km langen Hardwood Lookout Trail bis hin zum 10,8 km langen Mizzy Trail gibt es Wanderwege in sämtlichen Längen und Schwierigkeitsgraden. Julia vom Blog Globusliebe hat sich für den Track & Tower Trail (7,5 km), den Lookout Trail (2,1 km) und den Centennial Ridges Trail (10,4 km) entschieden. Nachlesen könnt ihr das in ihrem Blogbeitrag Algonquin: Der schönste Nationalpark in Kanadas Osten. Wir haben uns für den Mizzy Lake Trail (10,8 km) entschieden.

!Tipp: Fragt an der Information nach, ob Trails geschlossen sind. Bei uns war der Whiskey Rapids Trail wegen Überflutung gesperrt, sowie die Zugangsstraße zum Centennial Ridges Trail, wodurch sich der Trail um 4 km verlängert hätte.

Mizzy Lake Trail – ein 10,8 km Rundweg

Der 10,8 km lange Rundweg beginnt kurz hinter Kilometer 15 im Park (von Westen her kommend). Der Trail führt an neun kleinen Seen vorbei und soll die besten Möglichkeiten bieten, Wildlife zu sehen. Grund genug für mich, diesen Trail auszuwählen. Das Glück war mit uns und ließ tatsächlich einen Elch am West Rose Lake auftauchen. Auch wenn der Elch relativ weit entfernt war, konnte ich jedoch genau erkennen, wie er ein kurzes Stück durch den See schwamm, um dann auf der anderen Seite wieder herauszuklettern. Was für ein tolles Erlebnis. Ansonsten gab es noch Vögel, Schildkröten, ein paar Streifenhörnchen und Schlangen zu sehen.

Der Trail war ziemlich matschig, was das Vorankommen teilweise ganz schön erschwert hat. Die Wanderung wurde dadurch aber auch irgendwie zu einem herausfordernden und spaßigen Hindernislauf. Einmal bin ich leider auf einem nassen Ast ausgerutscht und habe mich dadurch einmal mit voller Kraft in den Matsch gesetzt…also immer schön vorsichtig sein. Der Trail war abwechslungsreich und hat traumhafte Aussichten auf die verschiedenen Seen geboten. Die letzten 2-3 Kilometer habe ich mich allerdings ganz schön gequält, aber hey, ich hatte einen Elch gesehen!

Fazit zum Algonquin Provincial Park

Traumhafte kanadische Landschaften wie aus dem Bilderbuch, jede Menge Wildlife und ein tolles Angebot an Aktivitäten für jeden Geschmack, all das macht den Algonquin Provincial Park zu einem tollen Ausflugsziel. Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall. Wer einen Besuch plant, sollte überlegen etwas mehr als einen Tag einzuplanen, um den Park ausgiebiger erkunden zu können. Beim nächsten Mal würde ich gerne noch eine Kajaktour machen und den Lookout Trail wandern. Das alles dann am Liebsten im Herbst, da der Park im Indian Summer einfach traumhaft aussehen muss.

!Wichtig: Immer schön die Augen offen halten beim Fahren, insbesondere bei Dämmerung. Wir wären fast mit einem Elch kollidiert und Elche sind wirklich unglaublich riesig!

Die vier schönsten Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park

Die vier schönsten Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park

Wer einen Roadtrip durch Kanadas Westen unternimmt, der sollte den Wells Gray Provincial Park nicht verpassen. Im Vergleich zu vielen Attraktionen im Banff und Jasper Nationalpark hat der Wells Gray Provincial Park mindestens genauso viel zu bieten und ist bei weitem nicht so überlaufen.

Das Besondere am Wells Gray Provincial Park sind die zahlreichen, wunderschönen und einzigartigen Wasserfälle. Damit ihr wisst, wovon ich rede, stelle ich euch hier die vier schönsten Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park vor.

Ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch ist übrigens Clearwater. Dort haben wir im Wells Gray Inn übernachtet. Daran angrenzend befindet sich ein Restaurant und ein Pub. Ich empfehle euch allerdings, im Pub essen zu gehen. Der Pub hat exakt die gleiche Küche, wie das Restaurant, die Atmosphäre ist dort allerdings entspannter.

1. Die Spahats Creek Falls – Beeindruckendes Naturschauspiel

Die Spahats Creek Falls beeindrucken mit einer Höhe von 73 Metern und einer Breite von 9 Metern.

Vom Parkplatz aus ist es nur ein kurzer Fußweg von ca. 5 Minuten bis zur Aussichtsplattform (siehe auf Foto, oben rechts in der Ecke). Von dort aus bietet sich der perfekte Ausblick auf dieses beeindruckende Naturschauspiel. Spahats ist übrigens das First Nation Wort für Bär.

2. Die Dawson Falls – kleine Niagarafälle

Die Dawson Falls mit einer Höhe von 18 Metern und einer Breite von 107 Metern werden auch als „Mini Niagara Falls” bezeichnet. Und tatsächlich erinnerten sie mich ein bisschen daran.

Ein 10-minütiger Fußmarsch trennt alle Besucher vom Parkplatz bis zu den verschiedenen Aussichtspunkten entlang des Wasserfalls.

3. Die Helmcken Falls – Spektakuläre Ausblicke

Mit unglaublichen 141 Metern Höhe sind die Helmcken Falls die viert höchsten Wasserfälle in ganz Kanada. Die Plätze 1-3 liegen übrigens auch alle in British Columbia.

Auch diese Wasserfälle sind nur einen kurzen Fußweg vom Parkplatz aus entfernt.

Die Helmcken Falls waren unglaublich imposant. Es ist gigantisch, was die Natur hier mal wieder geschaffen hat. Ich hätte dort noch ewig stehen und den atemberaubenden Ausblick genießen können.

Tipp: Eine Einheimische hat uns übrigens den 8 km langen South Rim Trail an den Helmcken Falls empfohlen. Wir haben den Trail leider zeitlich nicht mehr geschafft. Alle Infos dazu habe ich auf der Seite von hellobc.com für euch gefunden.

4. Die Moul Falls – den Wasserfall hautnah erleben

Die Moul Falls sind mein ungeschlagener erster Platz der unterschiedlichen Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park. So sehr hat mich noch kein Wasserfall begeistert.

Der Trail zu den Moul Falls ist ca. 2,9 km lang. Ein Weg der sich definitiv lohnt. Das erste Ziel ist ein Aussichtspunkt, der den Blick von oben auf den Wasserfall ermöglicht. Wer von hier aus wieder zurück geht ist selbst Schuld, denn jetzt wird es erst richtig spannend. Der Weg ist nicht mehr allzu weit, allerdings etwas anspruchsvoller als zuvor.

Wer von euch noch nie hinter einem Wasserfall entlanggegangen ist, hat hier die Möglichkeit, seine Jungfräulichkeit zu verlieren, so wie ich.

Es war unglaublich geil. Noch jetzt spüre ich das spritzende Wasser in meinem Gesicht, als ich kurz hinter dem Wasserfall innehielt, um diesen Augenblick voll und ganz auszukosten.

Wer also nicht komplett nass werden möchte, sollte unbedingt an wasserfeste Kleidung denken.

Mein Fazit

Für mich sind die Wasserfälle im Wells Gray Provincial Park ein absolutes MUSS bei einem Roadtrip durch den Westen Kanadas. Lasst es euch nicht entgehen :).

Du möchtest mehr Tipps zu Kanada haben? Dann schau doch mal hier vorbei: Kanada

Erntehelfer im Okanagan – Mein Job als Apple Picker

Erntehelfer im Okanagan – Mein Job als Apple Picker

Ein Jahr in Kanada, ein Jahr, um neue Erfahrungen zu machen, die ich in Deutschland niemals machen würde. Warum also nicht einfach mal als Erntehelfer im Okanagan arbeiten?

Wo sich diese traumhafte Region befindet, wie ich an den Job gekommen bin und ob es sich lohnt als Apple Picker zu arbeiten, all das habe ich einmal für euch zusammen gefasst.

Okanagan – Ein kurzer Überblick

Das Okanagan Valley liegt im Süden von British Columbia und erstreckt sich im Norden von Enderby bis in den Süden nach Osooyos. Die größte Stadt im Okanagan ist Kelowna mit ca. 120.000 Einwohnern.

Das Okanagan Valley ist für seine zahlreichen Obstplantagen und Weingüter bekannt. Es gehört zu den wärmsten Regionen in ganz Kanada. Ein Besuch dieser Region lohnt sich auf jeden Fall. Insbesondere Weinliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten und können ein Weingut nach dem anderen erkunden.

So wurde ich Apple Picker

Ehrlich gesagt stammte diese großartige Idee von meinem Freund. Ich war allerdings schnell überzeugt und wir suchten nach einem passenden Job auf Craigslist.

Dabei war es uns total egal, ob wir jetzt Weintrauben, Äpfel oder sonst was pflücken.

Wir fanden einige passende Anzeigen und meldeten es uns via Mail oder Telefon. Das hat alles super schnell geklappt und bereits drei Tage später standen wir dann auf der Obstplantage in Penticton und ernteten Äpfel.

Mein erster Tag als Apple Picker

Am Morgen vor unserem ersten Arbeitstag war ich dann tatsächlich etwas nervös. Zu oft hatte ich gelesen, wie harte körperliche Arbeit das sei und ich hatte Angst, dass ich einfach zu schwach dafür bin.

Ich stellte mir vor, dass mir gesagt wird, ich sei zu klein und dick, um Äpfel zu pflücken, aber wenn ich wolle, könne ich an den Bäumen schütteln. Ich stellte mir also vor, wie ich den ganzen Tag auf der Obstplantage stehe und Apfelbäume schüttle.

Von meiner eigenen Vorstellungskraft erheitert und beruhigt (Bäume schütteln klingt ja eigentlich ganz nett), machten wir und auf den Weg.

Nahezu gleichzeitig mit uns kam noch ein weiteres Pärchen auf dem Hof an. Auch sie waren beide unerfahren im Apple Picking und hatten ihren ersten Arbeitstag. Ich war beruhigt.

Gus, unser Chef begrüßte uns und hörte gar nicht richtig zu, als wir unsere Namen sagten. Dafür nummerierte er uns durch. Ich war Nummer 3 und immerhin das konnte sich Gus gut merken, denn er hat mich niemals mit einer anderen Nummer angesprochen.

Jeder von uns bekam einen Beutel, der vorne am Bauch umgeschnallt wurde. In diesem Beutel wurden die Äpfel zunächst gesammelt, bevor sie in die große Bin (eine große Kiste) gefüllt wurden.  Dann wurde jedem von uns eine Reihe zugeteilt und Gus platzierte uns dort jeweils mit dem Gabelstapler eine Bin.

Die Arbeitsanforderungen als Apple Picker

Die Arbeitsanforderungen waren eigentlich ganz einfach und wurden uns mehrfach anhand von anschaulichen Beispielen erklärt.

Wir sollten nur die schönen und großen Äpfel pflücken. Meine Meinung, welcher Apfel schön und groß genug ist, variierte übrigens alle paar Stunden. Außerdem sollten die Äpfel zu mindestens 50 % rot sein. Die rote Farbe bekommen die Äpfel übrigens durch die Sonne.

Ansonsten ist es noch wichtig, die Äpfel vorsichtig zu pflücken und keine Anlagen für die Blütenknospen des folgenden Jahres zu zerstören. Am Besten man dreht den Apfel etwas nach oben, dann löst er sich in den meisten Fällen von ganz alleine.

Die Arbeitsanforderungen als Apple Picker

Die Arbeitsanforderungen waren eigentlich ganz einfach und wurden uns mehrfach anhand von anschaulichen Beispielen erklärt.

Wir sollten nur die schönen und großen Äpfel pflücken. Meine Meinung, welcher Apfel schön und groß genug ist, variierte übrigens alle paar Stunden. Außerdem sollten die Äpfel zu mindestens 50 % rot sein. Die rote Farbe bekommen die Äpfel übrigens durch die Sonne.

Ansonsten ist es noch wichtig, die Äpfel vorsichtig zu pflücken und keine Anlagen für die Blütenknospen des folgenden Jahres zu zerstören. Am Besten man dreht den Apfel etwas nach oben, dann löst er sich in den meisten Fällen von ganz alleine

Die körperliche Belastung als Apple Picker – So hart ist es wirklich

Die ersten 3-4 Stunden Apple Picking habe ich mit Leichtigkeit hinbekommen. Den umgeschnallten Beutel habe ich nie komplett befüllt, um meinen Rücken weniger zu belasten, aber ansonsten war es körperlich nicht wirklich hart. Klar, ich war die ganze Zeit in Bewegung, aber es war wirklich okay.

Ungefähr eine halbe Stunde nach dieser Erkenntnis merkte ich langsam die ersten Schmerzen in meinen Beinen. Ich wurde immer langsamer und ich spürte einfach, wie kraftlos ich inzwischen war. Ich hatte mich wohl einfach zu früh gefreut.

Insgesamt 10 Stunden waren wir an unserem ersten Arbeitstag auf der Plantage und pflückten einen Apfel nach dem anderen. Am Ende dieses langen und anstrengenden, aber trotzdem irgendwie schönen Arbeitstages, taten meine Beine so unfassbar weh, dass ich kaum noch dazu in der Lage war, zu gehen. Ich fiel einfach tot ins Bett und war in Sekundenschnelle eingeschlafen.

Noch zwei weitere Tage arbeiteten wir als Apple Picker in Pentiction, bevor wir für einen anderen Job wieder nach Vancouver mussten.

Die folgenden Tage auf der Obstplantage waren genauso hart, wenn nicht sogar noch härter. Ich merkte meine körperliche Erschöpfung und anstatt meine eigene Bin zu befüllen, half ich einfach meinem Freund bei seiner und genoss zwischendurch die atemberaubende Aussicht über die Plantagen und den Okanagan Lake.

Wie bei all meinen anderen Jobs, wo körperliche Arbeit involviert war, weiß ich aber, dass es einfach ein paar Tage braucht, bis man sich an die Belastung gewöhnt hat.

Die folgenden Tage auf der Obstplantage waren genauso hart, wenn nicht sogar noch härter. Ich merkte meine körperliche Erschöpfung und anstatt meine eigene Bin zu befüllen, half ich einfach meinem Freund bei seiner und genoss zwischendurch die atemberaubende Aussicht über die Plantagen und den Okanagan Lake.

Wie bei all meinen anderen Jobs, wo körperliche Arbeit involviert war, weiß ich aber, dass es einfach ein paar Tage braucht, bis man sich an die Belastung gewöhnt hat.

Pick, Pick, Pick – So viel kannst du als Apple Picker verdienen

Beim Apple Picking wird man meistens pro befüllter Bin bezahlt. Das Gute daran ist, dass es dem Chef dadurch im Prinzip egal ist, wie schnell man arbeitet und man kann in seinem eigenen Tempo arbeiten. Wenn man also gerade eine Pause braucht, dann setzt man sich halt mal eine halbe Stunde hin und entspannt sich. Der eigene Stundenlohn reduziert sich dadurch natürlich.

Wir haben uns vor unserem ersten Arbeitstag ein wenig schlau gemacht und herausgefunden, dass man als Apple Picker ungefähr $22 – $30 pro Bin verdient.

Als uns unser Chef Gus dann sagte, wir würden $25 pro Bin bekommen, war das vollkommen in Ordnung für uns.

Auf dem Foto könnt ihr sehen, wie groß so eine Bin ist. Ich habe an meinem ersten Tag als Apple Picker ungefähr 1,5 Bins geschafft. Zieht man von den 10 Stunden, die ich da war, noch die Mittagspause und die Einführung ab und kommt man damit auf einen grandiosen Stundenlohn von ungefähr $4. Yeahh.

Mein Freund hat um einiges schneller gepflückt und kam immerhin auf einen Stundenlohn von ca. $12. Mit etwas Übung hat er die nächsten Tage aber ca. 1,5 Stunden pro Bin gebraucht, also einen Stundenlohn von knapp $17 erreicht.

Mein Job als Apple Picker – Fazit

Ich war eine miserable Apple Pickerin. Mein Stundenlohn war grottig, die körperliche Anstrengung unglaublich groß und trotzdem würde ich es jederzeit wieder so machen.

Ich habe den Job ja schließlich nicht angenommen, um das große Geld zu machen, sondern um einfach diese Erfahrung zu machen, wie es ist, Apple Picker zu sein.

In so einer Umgebung zu arbeiten war traumhaft schön, die Äpfel waren unglaublich lecker und ich sehe so eine Arbeit jetzt definitiv mit anderen Augen.

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